Google Rechenzentren
Hier verschärft Österreich jetzt die Auflagen
Hunderte Hektar Wald wurden an mehreren Standorten in Finnland niedergerodet, und das offenbar ohne Umweltverträglichkeitsprüfung. Das berichteten Medien heute, unter anderem "Der Kurier".
Den finnischen Behörden reicht es jetzt, der Bau für das größte Rechenzentrum in Europa wurde gestoppt. Alle Baumaßnahmen müssen bis spätestens 23. Oktober eingestellt werden. Weiters soll eine Umweltverträglichkeitsprüfung der geplanten Anlagen in Muhos und Kajaani abgewartet werden.
Selbst Google gesteht jetzt ein, dass man den "eigenen hohen Standards nicht gerecht werde". Der Konzern wartet jetzt die Ergebnisse der Behörde ab und will sich danach halten. Google hat nach eigenen Angaben knapp 13 Milliarden investiert.
Keine UVP in Kronstorf bisher
Auch in Österreich rückt Google mit dem Bagger an und stampft neue Rechenzentren aus dem Boden. Momentan entsteht ein großer Campus in Kronstorf, Oberösterreich. Für das wegen Wasser- und Stromverbrauch umstrittene Projekt wurde keine UVP durchgeführt.
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Bis zum September 2026 war es aber auch nicht rechtlich vorgeschrieben, Rechenzentren waren nicht von einer UVP-Pflicht eingeschlossen. Das ändert sich durch die UVP-Novelle im September drastisch. Kritiker und die Grünen hatten seit längerem gefordert, anlagen dieser Größe und dieses Verbrauchs strenger zu prüfen. Oberösterreichs Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) lässt jetzt eine UVP-Pflicht für das Google-Rechenzentrum in Kronstorf erneut prüfen.
In Leopoldsdorf (Niederösterreich) soll das Rechenzentrum des Konzerns "CloudHQ" ebenfalls unter die Lupe genommen werden. Im Burgenland wurden von der Landesregierung zehn Regeln für den Bau von Rechenzentren. So soll zum Beispiel der gesamte Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammen.
In Österreich stehen knapp 60 Rechenzentren. Weitere Anträge auf neue Zentren liegen vor.
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