Wm-Aufreger
Matthäus schießt gegen Klopp: "Sollte es eigentlich wissen"
Noch vor dem ersten WM-Spiel der DFB-Elf ist in Deutschland eine Diskussion um Jamal Musiala entbrannt. Ausgelöst wurde sie durch die neuen MagentaTV-Experten Thomas Müller und Jürgen Klopp, die in ihrer Wunschaufstellung überraschend Deniz Undav den Vorzug vor dem Bayern-Star gaben. Nun hat sich Rekordnationalspieler Lothar Matthäus deutlich auf die Seite Musialas gestellt.
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Im Rahmen der WM-Berichterstattung hatten Klopp und Müller argumentiert, dass Undav derzeit die bessere Option auf der Zehner-Position sei. Müller sagte: "Wenn alle fit sind, sehe ich Undav als exzellente Option. Er hat einfach einen Riecher." Klopp ergänzte: "Wir haben Undav ins Spiel gebracht, denn er kann auf der 10 spielen."
"Hab mich sehr gewundert"
Für Matthäus geht diese Diskussion jedoch zum falschen Zeitpunkt in die falsche Richtung. Gegenüber BILD erklärte der 65-Jährige: "Ich habe mich sehr gewundert, als ich gesehen habe, dass Jürgen Klopp und Thomas Müller dazu geraten haben, Deniz Undav statt Jamal Musiala im Auftaktspiel spielen zu lassen."
Besonders Klopp nimmt Matthäus dabei in die Pflicht. "Da fehlt mir das Feingefühl. Gerade Jürgen Klopp sollte es eigentlich wissen. Um eine erfolgreiche WM zu spielen, braucht Deutschland die Qualität eines Musiala. Darum muss man ihm nun Vertrauen und die Spielzeit geben", sagte Matthäus zu BILD.
Der Weltmeister von 1990 sieht zudem die Gefahr, dass solche öffentlichen Debatten Bundestrainer Julian Nagelsmann unnötig unter Druck setzen könnten. "Die Äußerungen von Klopp machen Nagelsmann die Arbeit nicht gerade leichter", kritisierte Matthäus. Weiter erklärte er: "Ich möchte mal sehen, was Kloppo gesagt hätte, wenn ein Experte ihm vor einem wichtigen Champions-League-Spiel geraten hätte, einen seiner Stammspieler auf die Bank zu setzen."
"Fand es gewöhnungsbedürftig"
Tatsächlich gilt Musiala trotz seiner Verletzungshistorie weiterhin als einer der wichtigsten Offensivspieler der deutschen Mannschaft. Der 23-Jährige hatte nach seinem Wadenbeinbruch im Sommer 2025 lange um seine Bestform gekämpft, zeigte zuletzt aber wieder ansteigende Leistungen. Auch Bundestrainer Nagelsmann hatte in den vergangenen Monaten mehrfach betont, wie wichtig Musiala für das Offensivspiel der DFB-Auswahl sei.
Matthäus kann deshalb auch die Rolle von Thomas Müller in der Debatte nur bedingt nachvollziehen. "Ich fand es etwas gewöhnungsbedürftig, dass Thomas Müller mit Jamal Musiala über seinen Ex-Kollegen aus der Mannschaft redet, mit dem er noch vor zwei Jahren zusammengespielt hat", sagte der TV-Experte.
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