Hoffen auf Hilfe

Bauern in Lilienfeld: "Noch nie so schlimm"

Frau mit langen roten Haaren kniet im Garten neben weißen Blüten und lächelt in die Kamera.
© zVg
Eine Biobauernfamilie in NÖ ist am Kämpfen. Sie hofft auf rasche Hilfe durch die Regierung.
OE24 auf Google bevorzugen

Der Biohof Binder-Salzer freut sich über etwas Grün, das aus der bisher völlig vertrockneten Weide sprießt. Im oe24.TV-Interview hofft Biohofbetreiberin Margit Salzer auf Hilfe durch die Regierung: "Wir haben das Jungvieh reduzieren müssen." Die Notverkäufe gab es schon Anfang Sommer, als sich abzeichnete, wie trocken das Jahr sein wird.

"Früher dauerten die Dürren zwei Wochen"

Margit Salzers Mutter Angela arbeitet mit über 80 Jahren immer noch auf ihrem Bauernhof im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich. Geboren 1942 hat sie schon einiges erlebt, aber noch nie einen Dürre-Sommer wie diesen. "Früher dauerten die Dürren zwei Wochen, aber nicht mehrere Monate."

Schon das Frühjahr war sehr trocken. "Wir haben schon im Juni gehandelt, fünf trächtige Kalbinnen notverkauft", sagt sie oe24.TV: "Wir haben die Jungtiere notverkauft, damit wir die Kühe behalten können." Der kleine Milchbauernbetrieb schaut, wie man über die Runden komme. Rund 18 Kühe halten sie in Bio-Landwirtschaft. Versichert ist der Biohof schon länger bei der Hagelversicherung.

"Zuletzt waren die Kühe nur noch zum Luftschnuppern auf der Weide, gefüttert wurden sie im Stall." Die Weide vor ihrem Bauernhof hat sich in eine Steppenlandschaft verwandelt. Jetzt sprießt zumindest etwas Grün.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden