In den Dolomiten

"Respektiert Geschichte": Vandalen beschmieren Dino-Felsen

© Facebook / Daniel Rogger
Die Drei Zinnen in den Dolomiten sind auch bei Österreichern ein beliebtes Ausflugsziel. Doch nun sorgt eine besonders dreiste Tat für Empörung: Unbekannte haben einen Felsen mit Graffiti besprüht, auf dem versteinerte Dinosaurier-Fußabdrücke zu sehen sind.
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Der betroffene Felsblock liegt nur wenige hundert Meter von der Auronzohütte entfernt am Wanderweg zu den berühmten Drei Zinnen in Italien. Die versteinerten Spuren machen ihn zu einem besonderen Zeugnis der Urzeit. Umso größer ist die Aufregung über die Schmiererei, die im Oktober 2026 entdeckt wurde.

Auf den Schaden aufmerksam machte Daniel Rogger, Bergführer, Skilehrer und stellvertretender Leiter der Alpinschule Drei Zinnen. Er veröffentlichte Fotos auf Facebook und übte deutliche Kritik an den Verursachern. Wer nur für Fotos anreise und dabei prähistorische Stätten beschädige, solle lieber zu Hause bleiben. Seine Botschaft: "Respektiert die Dolomiten. Respektiert ihre Geschichte. Lasst sie so schön zurück, wie ihr sie vorgefunden habt."

Felsen musste schon einmal gereinigt werden

Nach der Farbattacke rückte Simone Corte Pause, Bergführer und Hüttenwirt des Rifugio Lavaredo, mit Verdünnungsmittel an. Er versuchte, die Farbe so gut wie möglich zu entfernen. Doch der Vorfall ist nicht neu: Bereits im Oktober 2024 war derselbe Felsen mit dem Schriftzug "Tourists go home" verunstaltet worden.

Gegenüber dem Onlinemagazin Il Dolomiti erklärte Corte Pause, dass er erneut sein Bestes gegeben habe. Den Rest werde im Winter der Schnee erledigen.

Ärger über zunehmenden Besucherdruck

Die wiederholten Schmierereien sorgen bei Einheimischen und Naturliebhabern für Unverständnis. Die Drei Zinnen gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen der Dolomiten und ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher an – auch aus Österreich.

Neben Vandalismus sorgt deshalb auch die Belastung durch den großen Besucherandrang für Diskussionen. Forderungen nach einer Begrenzung der Besucherzahlen werden zunehmend lauter.

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