Mark Mateschitz

Red Bull plant Mega-Hangar am Flughafen

Ein lachender Mann mit Sonnenbrille zeigt in die Kamera, im Hintergrund Glasfassade.
© Getty Images
Mark Mateschitz sorgt am Flughafen Salzburg für eine Sensation: Der Red-Bull-Miteigentümer plant direkt neben dem legendären Hangar 7 den Bau eines weiteren Hangars. Auf dem ehemaligen Do-&-Co-Areal soll ein neues architektonisches Highlight entstehen. Kommt jetzt das spektakuläre Oldtimer-Museum?
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Hinter den Kulissen des Salzburger Flughafens bahnt sich ein gigantisches Bauprojekt an, das die ohnehin schon beeindruckende Silhouette des Salzburg Airport W. A. Mozart nachhaltig verändern wird. Mark Mateschitz plant nach Informationen der Salzburger Nachrichten einen weiteren Hangar in unmittelbarer Nachbarschaft zu den weltberühmten Bauten Hangar 7 und Hangar 8. Das neue Bauwerk soll direkt neben dem Hangar 7 auf einem geschichtsträchtigen Areal entstehen.

An diesem wolkenverhangenen Tag verschmilzt das gläserne Gewölbe des Hangar 7 fast mit dem grauen Himmel über Salzburg, während sich die dunklen Zylinder des Gebäudes abheben. Dieses weltberühmte Wahrzeichen wurde einst von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz errichtet. Nun schickt sich sein Sohn Mark an, das Erbe fortzuführen und mit einem weiteren Hangar ein neues Denkmal für den Getränkekonzern zu setzen.

Ehemaliges Do-&-Co-Areal komplett abgerissen

Der neue Hangar soll auf dem Grundstück hinter der Landesfeuerwehrzentrale in Salzburg-Maxglan am Flughafenfeld entstehen. Früher war an diesem Standort in der Wilhelm-Spazier-Straße 8 das Cateringgebäude des bekannten Unternehmens Do & Co beheimatet.

"Der Bestandsvertrag mit dem Cateringunternehmen Do & Co ist im März ausgelaufen. Die Fläche wurde wieder frei und wurde im Baurecht an den Red-Bull-Konzern vergeben," bestätigte der Flughafen-Sprecher den SN. Direkt danach im Juni begannen die Abbrucharbeiten, die rund einen Monat dauerten.

Heuer im Sommer wurde das Gebäude komplett dem Erdboden gleichgemacht. Mittlerweile ist kein einziges Stückchen Bauschutt mehr übrig geblieben. Nur eine kleine Schottergrube zeugt derzeit noch von dem ehemaligen Gebäude. Die Zufahrt zu dem neuen Grundstück soll wie bisher über die Wilhelm-Spazier-Straße erfolgen, über die auch die bestehenden Hangars erreicht werden.

Vergabe des Baurechts offiziell bestätigt

Da es sich beim Salzburger Flughafen um öffentlichen Grund handelt, ist ein Verkauf von Grundstücken ausgeschlossen. Die Flughafengesellschaft ist zu 75 Prozent im Besitz des Landes Salzburg und zu 25 Prozent im Besitz der Stadtgemeinde Salzburg. Daher wurde für das Projekt ein Baurecht vereinbart, ganz wie es vor über 25 Jahren bereits für den Hangar 7 und Hangar 8 gemacht wurde, die damals ein 99-jähriges Baurecht erhielten.

Der Sprecher des Salzburger Flughafens, Alexander Klaus, bestätigte das offizielle Rechtsgeschäft mit dem Getränkekonzern bereits. Die frei gewordene Fläche des ehemaligen Do-&-Co-Gebäudes wurde im Baurecht an Red Bull vergeben. Über die genaue Höhe des Pachtzinses, den der Flughafen künftig von Red Bull erhält, wurde vonseiten des Flughafens jedoch striktes Stillschweigen vereinbart.

Modernisierung des Flughafens läuft auf Hochtouren

Der neue Hangar könnte theoretisch die Nummer 6 erhalten, da die Nummerierung am Salzburger Flughafen keinem chronologischen Prinzip folgt. Unabhängig von den Plänen des Red-Bull-Konzerns baut der Salzburg Airport derzeit selbst intensiv an seiner Zukunft. Im Juli war der Spatenstich für den neuen Hangar 1 an der Ecke Innsbrucker Bundesstraße und Kröbenfeldstraße, welcher den Auftakt für die umfassende Modernisierung des Flughafens bis zum Jahr 2033 bildet.

Bei Red Bull gab es vorläufig noch keine offizielle Stellungnahme zu den konkreten Plänen oder dem genauen Zeitplan des neuen Hangars. Auch im Salzburger Gestaltungsbeirat, der größere Bauprojekte auf ihre architektonische Qualität prüft, liegt derzeit noch keine Voranfrage vor. Da der legendäre Architekt Volkmar Burgstaller, der für die unverwechselbare Optik von Hangar 7 und 8 verantwortlich war, verstorben ist, bleibt die Frage nach der künftigen Architektur besonders spannend.

Kommt jetzt das spektakuläre Oldtimer-Museum?

In der Gerüchteküche wird bereits heftig darüber spekuliert, was in das neue Gebäude einziehen soll. Naheliegend ist ein spektakuläres Museum für die weltberühmte Autosammlung des ehemaligen Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone. Mateschitz kaufte die historische Sammlung mit insgesamt 69 exklusiven Exponaten im Frühling 2025 um rund 595 Millionen Euro.

Da direkt in der Nähe zwischen der Karolingerstraße und der Wilhelm-Spazier-Straße bereits das neue Oldtimer-Depot von Red Bull entsteht, welches als Garage konzipiert ist, wäre der neue Hangar der perfekte Ort, um diese historisch wertvollen Fahrzeuge der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mateschitz selbst kündigte beim Kauf der Sammlung an, dass diese in naher Zukunft an einem angemessenen Standort präsentiert werden soll.

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