Dieser hatte zuletzt auch bei oe24.TV behauptet, seit mehreren Jahren nichts mehr von Rangnick gehört zu haben. Eine Darstellung, die der 68-jährige Deutsche so nicht stehen lassen wollte. Bei der Kaderbekanntgabe für den Nations-League-Endspurt gegen Irland (14. November) und Israel (17.November) am Montag nutzte der Teamchef die Gelegenheit für eine deutliche Ansage in Richtung Rathaus.
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"Gehen Sie davon aus, dass bei mir zwar mein rechtes Sprunggelenk nicht so funktioniert, wie ich es mir wünsche. Aber mein Gedächtnis funktioniert noch ziemlich gut", stellte Rangnick klar. Und legte nach: Er wisse ganz genau, wie viele Treffen es in den vergangenen drei Jahren gegeben habe. Auch an die Inhalte der Gespräche könne er sich noch bestens erinnern – und zwar sowohl an das, was besprochen wurde, als auch an das, was offenbar kein Thema war. Ein Seitenhieb, der in Richtung Hacker kaum deutlicher ausfallen hätte können.
Hacker will Nationalteam ziehen lassen
Der Hintergrund: Hacker hält ein neues Nationalstadion offenbar nicht für notwendig. Die bestehenden Arenen von Rapid und Austria würden den Anforderungen der Vereine genügen. Für die drei bis vier Länderspiele pro Jahr sei eine eigene Arena für Wien zudem wirtschaftlich wenig attraktiv. Im Schnitt kämen knapp 33.000 Zuschauer zu den ÖFB-Partien. Besonders brisant: Sollte das Nationalteam künftig außerhalb Wiens spielen, wäre Hacker das offenbar recht. Möglichen neuen Standorten richtete er bereits ein "Herzlich willkommen" aus.
Nächstes Gipfeltreffen steht bereits im Raum
Doch bei der verbalen Abrechnung soll es nicht bleiben. In der Stadionfrage könnte schon bald wieder Bewegung hineinkommen. ÖFB-Aufsichtsratschef Sepp Pröll steht laut Rangnick mit Hacker im Austausch und habe bereits ein zeitnahes weiteres Treffen vereinbart. Diesmal soll auch der Teamchef selbst am Tisch sitzen. "Dass es eine Gruppe von erfolgreichen Unternehmern und Investoren gibt, ist kein Geheimnis. Das weiß ich, das weiß auch Herr Hacker", betonte Rangnick. Bei dem gemeinsamen Termin sollen die nächsten Schritte besprochen und ausgelotet werden.
Eine kleine Deadline gibt es allerdings: Das Treffen soll noch vor Rangnicks nächster Operation stattfinden. In drei Wochen muss der Deutsche erneut unters Messer. Bei dem hoffentlich letzten Eingriff soll sein rechtes Sprunggelenk verschweißt werden. Danach hofft der 68-Jährige, endlich wieder schmerzfrei gehen zu können. In der Stadion-Debatte ist er jedenfalls noch lange nicht verstummt – und an die bisherigen Gespräche erinnert er sich offenbar ganz genau.
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