Unter UN-Dach

Nobelpreisträger unterstützt Stocker-Vorschlag für KI-Zentrum

Ein Mann im blauen Anzug spricht bei einer Pressekonferenz vor grünem Hintergrund.
© APA/MAX SLOVENCIK
Kanzler Christian Stocker (ÖVP) will ein globales KI-Zentrum in Wien unter dem Dach der Vereinten Nationen. Ein Nobelpreisträger springt ihm jetzt zur Seite.
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Es soll ein internationales Zentrum für Zusammenarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz werden, unter dem Dach der Vereinten Nationen in Wien.

Das war der Vorstoß von Kanzler Christian Stocker und seinem Digitalisierungsstaatsekretär Alexander Pröll (beide ÖVP).

Ein Mann im Anzug steht vor einem hellen Hintergrund mit gelbem Vorhang.
Alexander Pröll (ÖVP). © APA/ROLAND SCHLAGER

Pröll lancierte den Kanzlervorschlag am Mittwoch bei "High-Level Virtual Meeting on the Control of Frontier AI Models" auf Initiative von Norwegen und Finnland.

"Potenzial von KI ausloten"

Stocker will damit Ängste vor der KI abbauen: "Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Menschen aus der ganzen Welt gemeinsam daran arbeiten, das Potenzial von KI auszuloten, ihre Risiken zu verstehen und ihre Zukunft mitzugestalten", so der Kanzler.

KI-Rede in Nationalbibliothek

Die dazugehörige KI-Strategie für Österreich soll Pröll ausarbeiten. Erste Fingerzeige, in welche Richtung es gehen wird, sind am 19. November zu erwarten, dann wird Pröll in der Nationalbibliothek in Wien eine "KI-Rede" halten.

Vier Männer im Anzug unterhalten sich in einem eleganten Raum mit Holzwänden und Vorhängen.
© Bundeskanzleramt
Vier Männer stehen in einem eleganten Raum mit Ledersesseln und großformatigen Fotografien an den Wänden.
© Bundeskanzleramt

Nobelpreisträger als Unterstützer

Unterstützung für die Pläne der ÖVP-Kanzlermannschaft kommt jetzt von einem Prominenten. Physik-Nobelpreisträger Geoffrey Hinton begrüßte den Vorstoß. Er meint:

“KI entwickelt sich schneller, als wir sie kontrollieren können. Kein einzelnes Land und kein einzelnes Unternehmen kann diese Risiken allein bewältigen; daher begrüße ich jede ernsthafte Bemühung, eine internationale Zusammenarbeit im Bereich der KI-Sicherheit aufzubauen. Österreichs Initiative leistet dazu einen wichtigen Beitrag."”

Geoffrey Hinton

Älterer Mann gestikuliert beim Sprechen vor blauem Hintergrund.
Physik-Nobelpreisträger Geoffrey Hinton. © APA/HANS KLAUS TECHT

Chancen und Risiken

Hinton gilt als einer der KI-Pioniere. Seit seinem Abschied von Google 2023 fordert er eine bessere Regulierung von Künstlicher Intelligenz, um verbindliche Regeln zu definieren und Sicherheitsstandards einzuhalten.

"Wir fürchten uns nicht"

Stocker freut der Zuruf aus der Wissenschaft: "Wenn einer der 'Väter' der modernen KI unsere Initiative begrüßt, ist das ein starkes Signal für Wien. Wir fürchten uns nicht vor Künstlicher Intelligenz, sondern geben ihr einen Rahmen, der den Menschen Ängste nimmt und Sicherheit gibt. Geoffrey Hinton weiß wie kaum ein anderer, wie wichtig ein solcher Rahmen ist. Wien als UN-Amtssitz ist der richtige Ort, um ihn gemeinsam mit der Welt zu gestalten."

Ob der Vorstoß wirklich Aussicht auf Erfolg hat, wird erst nach längeren internationalen Verhandlungen absehbar sein.

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