Touristen flüchten

Migranten-Boot landet in beliebter Badebucht

Schockmoment für Urlauber an der spanischen Costa Cálida: Rund 60 Menschen sollen mit einem Migranten-Boot direkt an einer beliebten Badebucht angekommen sein. Während die Männer ins Wasser sprangen, packten einige Strandgäste ihre Sachen.
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Die Szene spielte sich an der Cala del Barco neben dem bekannten La-Manga-Club-Resort ab. Laut britischen Medien sollen sich rund 60 Menschen an Bord des Bootes befunden haben.

Als das Boot die Küste erreichte, sollen einige der Männer jubelnd ins Wasser gesprungen und die letzten Meter bis zum Strand geschwommen sein. Verunsicherte Badegäste zogen sich daraufhin vom Ufer zurück.

Eine Frau soll angesichts der Situation ihre Kleidung übergezogen haben. Eine andere Urlauberin wurde dabei gehört, wie sie ihren Begleiter aufforderte, die Sachen einzusammeln und die Polizei zu verständigen.

Politiker fordern Antworten

Das Boot drehte anschließend wieder ab und fuhr in Richtung Meer zurück. Die Menschen, die an Land gegangen waren, verschwanden vom Strand.

Der spanische Politiker Francisco Bernabé kritisierte den Vorfall scharf. Er stellte die Frage, wie ein derart großes Boot von der Überwachung nicht entdeckt worden sein könne.

Auch Cartagenas Bürgermeisterin Noelia Arroyo forderte Aufklärung. Es könne nicht normal werden, dass Boote an solchen Buchten ankämen, Menschen vor den Augen von Urlaubern an Land gingen und anschließend wieder verschwänden.

Zahl der Migranten noch unklar

Offizielle Angaben dazu, wie viele Menschen tatsächlich an Land gingen und wie viele später aufgegriffen wurden, lagen zunächst nicht vor.

Nach bisherigen Berichten handelte es sich überwiegend um nordafrikanische Männer, die schätzungsweise Ende Teenageralter oder in ihren 20ern waren.

Die Polizei war nach mehreren Notrufen von Touristen und Einheimischen im Einsatz. Als die Beamten eintrafen, hatten die Menschen das Boot jedoch bereits verlassen.

Der Vorfall sorgt nun erneut für Diskussionen über die Kontrolle der spanischen Küsten und den Umgang mit irregulärer Migration.

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