Beim südkoreanischen Autobauer Hyundai Motor haben die Beschäftigten am Freitag den ersten Großstreik seit zehn Jahren begonnen. Hintergrund sind festgefahrene Gehaltsverhandlungen, in denen die Gewerkschaft ein höheres Pensionsantrittsalter sowie den Schutz von Arbeitsplätzen vor Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung fordert.
Neben höheren Boni verlangen die Arbeitnehmervertreter Garantien für den Erhalt von Stellen, da der Konzern ab 2028 den verstärkten Einsatz von humanoiden Robotern plant.
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Boston Dynamics gekauft
Der eintägige Ausstand, an dem sich auch Beschäftigte der Schwesterfirma Kia sowie Beschäftigte von Zulieferern beteiligen, spiegelt die wachsende Unruhe in der südkoreanischen Arbeitswelt wider.
Vor kurzem hat Hyundai die Roboter-Firma Boston Dynamics vollständig gekauft - für 1,1 Milliarden US-Dollar.
Einer Schätzung der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge haben Teilstreiks seit Ende Juli bereits zu einem Produktionsausfall von rund 55.200 Fahrzeugen im Wert von 1,67 Mrd. Dollar (knapp 1,4 Mrd. Euro) geführt. Die Gewerkschaft zeigte sich weiter offen für eine Wiederaufnahme der Gespräche, drohte jedoch mit weiteren Streiks, falls das Management keine zukunftsweisenden Vorschläge vorlege. Hyundai erklärte seinerseits, man setze auf eine Lösung durch Dialog.
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