Letzte Vorstellung

"Jedermann"-Finale endet im Wetterchaos

Philipp Hochmair
© Neumayr
Die 15. und letzte Vorstellung der Salzburger Festspiele verlangte Stars und Fans alles ab. Wegen des Wetters wechselte die Show spontan ins Festspielhaus.
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Der Versuch, die finale Aufführung am Domplatz zu starten, scheiterte nach knapp einer Stunde an den dunklen Wolken. Die Regie musste einsehen, dass das Wetter stärker war als der "Jedermann-Gott". Für die mehr als 2.000 teils durchnässten Gäste sowie für die Technik bedeutete die Übersiedlung ins Große Festspielhaus eine Mammutaufgabe. Lediglich Hauptdarsteller Philipp Hochmair nahm die Situation gelassen und alberte vor dem Gebäude herum.

Philipp Hochmair
Philipp Hochmair © Neumayr

Verlängerter Tanz und Standing Ovations

Nach einer 45-minütigen Pause bot das Ensemble eine besondere Zugabe: Die Szene, in der Jedermann und die Buhlschaft aufreizend am Tisch Tango tanzen, wurde wiederholt, bevor das Stück zu Ende gespielt wurde. Danach folgte die zweite Zugabe. Hochmair hüpfte und tanzte unter ungewöhnlich langem Schlussapplaus und Standing Ovations auf der Bühne, ehe er für Erinnerungsfotos ins Publikum stürmte.

Philipp Hochmair
Philipp Hochmair © Neumayr

Die Zukunft der Salzburger Darsteller

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es zur Abschlussfeier in die Kulisse Salzburg. Hochmair beantwortete die Frage nach seiner Zukunft nach der dritten Saison eindeutig: "Ja, ich bin nächstes Jahr wieder dabei, ich hab schon unterschrieben, will es nur nicht an die große Glocke hängen". Buhlschaft Roxane Duran, die heuer erstmals auf der Bühne am Domplatz stand, zeigte sich zaghafter: "Wir haben über Fortsetzung gesprochen, aber es steht noch in den Sternen. Wollen tue ich schon und Nein-Sagen würde ich auch nicht". Der gebürtige Grazer Christoph Luser, der die Doppelrolle als Jedermanns-Gesell und Teufel spielte, erklärte: "Es ist noch nicht fixiert, aber es schaut sehr gut aus".

Roxane Duran und Philipp Hochmair
Roxane Duran und Philipp Hochmair © Neumayr

Schlechte Wetterbilanz der gesamten Festspiele

Die diesjährige Wetterbilanz der Aufführungen fiel trotz Supersommer und Rekordtemperaturen denkbar schlecht aus. Von 16 Vorstellungen -  inklusive Generalprobe - konnten lediglich fünf auf der Prachtkulisse vor dem Salzburger Dom zu Ende gespielt werden. Neun Mal musste man komplett ins Festspielhaus ausweichen und zwei Mal wurde während der Veranstaltung übersiedelt.

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