Das oe24-Interview

Nikotin: "Ich wäre gerne Österreichs letzter Rockstar!"

Ein Mann mit Sonnenbrille sitzt vor einer "Stars & Society"-Kulisse im Fernsehstudio.
© Thomas Zeidler
Eigentlich wollte Nikotin für uns zum Song Contest („Ein Fiebertraum!“) jetzt rettet er den Rock N Roll. Mit dem neuen Hit "100x", dem Wien-Konzert (5. September) und dem großen oe24.TV-Interview.
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Der coole Austropop-Durchstarter Nikotin legt nachKulthits wie "Kaiser von Österreich" und der leider-doch-nicht-ESC-Hymne "Unsterblich" wieder lost. Mit dem neuen Hit "100x", bei dem er sich so rockig wie nie zeigt und dem großen Wien-Konzert am 5. September in der Arena. Im oe24-Interview spricht Nikotin über…

… seinen neuen Hit "100x": Der Song ist sehr rockig, sehr grungeing, sehr 90er-Jahr-lastig. Weil ich voll in den 90ern drinnen schwimme und zur Zeit fast nur Oasis höre. Die beste Band der Welt. Ich kenne nur wenige Bands, wo die Vocals so voll in die Fresse gehen, und das trotzdem nicht peinlich oder Schlager ist. Das ist echte Kunst. Und die Rettung des Rock N‘ Roll.

Sänger mit Sonnenbrille und Mikrofon auf rot beleuchteter Bühne greift zur Kamera.
Österreichs heißester Newcommer: Nikotin. © Zeidler

… den Rock N‘ Roll: Ich hoffe, dass ich hierzulande auch ich die Rettung des Rock N Roll bin. Wahrscheinlich jetzt mehr denn je, weil die Disco ist tot und meine Gitarren sind laut und aggressiv. Ich weiß nicht, ob ich Österreichs letzter Rockstar bin, aber ich wäre es gerne!

Person mit Sonnenbrille und Lederjacke hält ein Radio über den Kopf und raucht eine Zigarette.
Mit dem neuen Hit "100x" zeigt sich Nikotin so rockig wie nie. © Instagram

... seinen neuen Sound: Die Synths sind irgendwie tot. Und die Disco ist irgendwie tot. Ich habe das irgendwie fertig gespielt. Jetzt sind es nur noch die fetten Gitarren.

… den ESC: Ich kann mich an die ORF-Quali-Show fast gar nicht mehr erinnern. Das ist wie Fiebertraum. Ich habe den Song Contest dann auch gar nicht gesehen. Weil ich ein Konzert gespielt habe. Das war auf jeden Fall besser. Die Erfahrung ESC war aber auf alle Fälle geil und es hat mich sicher weitergebracht, musikalisch. Auch wenn es voller Strapazen war.

Schwarzweiß-Plakat für das Nikotin-Konzert am 5.9.26 in der Arena Wien mit Gast Kevin Cool.
Am 5. September rockt Nikotin die Wiener Arena. © FFS Booking

… das Wien-Konzert am 5. September: Wir sind sehr spontan an die Sache rangegangen. Wir haben das erst im Juni entschieden und hatten eigentlich nur zwei Monate Vorlauf. Aber es schaut sehr gut aus, dass das voll wird. Es wird super laut und es wird viel gejammt. Denn die Band hat noch nie so gut geklungen. Wir spielen eineinhalb Stunden und danach gibt es eine fette Aftershow-Party. Also, das wird ein wildes Programm!

… die Konkurrenz von Johnny Depp, der am selben Tag mit seinen Hollywood Vampires in St. Pölten spielt: Das habe ich im Nachhinein mitgekriegt, das ist natürlich eine riesige Konkurrenz. Aber man darf als Publikum ja durchaus auch junge Österreicher unterstützen. Power to the people!

"Ich brauche die Kunst um meine Leere zu füllen!"

… seine Motivation: Ich brauche die Kunst um meine Leere zu füllen. Ohne Kunst fühle ich mich super antriebslos. Das ist wie eine Sucht. Ich bin ein arger Kunst-Junkie. Und ein Nikotin-Junkie. Ich werde wahrscheinlich mit dem Rauchen sterben.

… eine etwaige Miss Nikotin. Ja, die gibt es natürlich. Und auch Sport und Yoga. Und die ganzen Sachen. Die man halt so macht. Dass man nicht verrückt wird.

... das neue Album: Ich fange da bei Null an. Weil alles andere wäre auch ein bisschen feig. Wann man schon 5 Song heraußen hatte und nur ein paar weitere dazu schreibt und sagt: "Das ist jetzt ein Album". Mein Ziel wäre, eine Platte für jeden Mann und jede Frau zu machen. Ein generationsübergreifendes Ding. Das aber trotzdem nicht schlageresk klingt. Und da ist Oasis für mich gerade das beste Beispiel, wie das machbar ist. Und das versuche ich.

Zwei Männer posieren für ein Selfie, einer zeigt ein Peace-Zeichen, beide lächeln.
Nikotin beim oe24.TV-Interview mit Thomas Zeidler-Künz. © Thomas Zeidler

… seine Pläne: Spielen, spielen, spielen. Und aufnehmen, aufnehmen, aufnehmen. Fallen, aufstehen, aufstehen, fallen und mit kleinen Schritten weiter. Ich finde es auch wichtig, dass es so eine Art Historie gibt und man auch in der Retrospektive dann sieht, der Hund ist auch oft auf die Pappen gefallen. Aber das Wichtigste sind die Konzerte. Denn wenn du es nicht spielst, dann wird nichts passieren. Es gibt schon einige, die ein wenig Internet-Fame haben oder ein TikTok-Phänomen sind, aber ohne Live-Auftritte ist man eigentlich weder Fisch noch Fleisch. Und da ist es ehrlicher, sich kaputt zu spielen.

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