OÖ. Die neue Erdgasfernleitung "WAG Loop 1" zwischen Bad Leonfelden im Bezirk Urfahr-Umgebung und Oberkappel im Bezirk Rohrbach ist genehmigt worden. Die rund 40 Kilometer lange Leitung soll künftig einen wichtigen Beitrag zur Absicherung der Gasversorgung in Österreich leisten. Sie führt von der Schieberstation Bad Leonfelden bis zur Messstation Oberkappel und verläuft größtenteils parallel zum bereits bestehenden Leitungsnetz.
Erdgas effizienter nach Österreich transportieren
Durch die zusätzliche Verbindung soll Erdgas aus dem Westen künftig effizienter nach Österreich transportiert werden können. Umwelt- und Klimalandesrat Stefan Kaineder erklärte, das Vorhaben sei im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung umfassend und transparent untersucht worden. Die zuständigen Behörden und Sachverständigen hätten das Projekt schnell und gleichzeitig genau geprüft.
Mit dem Bau der Leitung sind allerdings auch Eingriffe in die Natur verbunden. Unter anderem müssen bestehende Waldflächen teilweise gerodet werden. Die Genehmigung enthält deshalb entsprechende Umweltauflagen. Für entfernte Bäume sollen neue Waldflächen entstehen. Dabei sind klimafitte Aufforstungen vorgesehen, die langfristig besser mit veränderten klimatischen Bedingungen zurechtkommen sollen. Auch das Grundwasser soll durch entsprechende fachliche Vorgaben während der Arbeiten geschützt werden.
Auch Wasserstoff soll transportiert werden
Die "WAG Loop 1" wird zudem für die zukünftige Energieversorgung vorbereitet. Neben Erdgas soll durch die neue Leitung später auch Wasserstoff transportiert werden können. Damit könnte die Infrastruktur künftig auch beim Umstieg auf andere Energieträger eine Rolle spielen. Als einen wesentlichen Grund für das Projekt nennt die Betreiberin die Versorgungssicherheit. Mit der zusätzlichen Leitung soll das bestehende österreichische Fernleitungsnetz erweitert und für zukünftige Anforderungen gerüstet werden.
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