Der Goldpreis ist am Freitag deutlich gestiegen und hat den höchsten Stand seit drei Monaten erreicht. An der Börse in London wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.601 US-Dollar (3.939 Euro) gehandelt. Das sind fast 2 Prozent mehr als am Vortag und der höchste Stand seit Mitte Mai. Am Markt wird der Anstieg weiter mit den Plänen der US-Regierung zum Kauf von US-Staatsanleihen erklärt.
Schwindendes Vertrauen in den US-Dollar
Beim Goldhandel zeigen die Pläne des US-Finanzministers Scott Bessent weiter Wirkung, den Kauf von Staatsanleihen deutlich auszuweiten. Mit der Maßnahme will die US-Regierung die Renditen für Staatspapiere nach unten drücken, um so Kosten für den Schuldendienst zu senken. Seit der Ankündigung der Pläne am Mittwoch hat sich die Nachfrage nach dem Edelmetall, das keine Marktzinsen abwirft, verstärkt. Der Goldpreis ist seitdem um fast 300 Dollar je Feinunze gestiegen.
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"Offenbar erodiert das Vertrauen in den US-Dollar als sicherer Hafen", kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank das Handelsgeschehen der vergangenen Tage. Dies zeige sich daran, dass Investoren für den Kauf von US-Staatsanleihen höhere Renditen verlangen und das Finanzministerium in die Bresche springen muss. "Hauptprofiteur davon ist Gold", sagte Fritsch und verwies auf kräftigen Zuflüssen in Wertpapiere, die mit Gold hinterlegt sind (Gold-ETFs).
Seit dem Rekordhoch des Goldpreises im Jänner bei knapp 5.600 Dollar war die Notierung in der ersten Jahreshälfte stark gefallen, bis auf ein Jahrestief unter 4.000 Dollar im Juni. Erst im August hat dann eine deutliche Erholung eingesetzt.
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