Die Top-3-Nominierten (Felix Gall, Alessandro Hämmerle und Johannes Lamparter) bei der Wahl zum Sportler des Jahres werden weiter heiß diskutiert. Grund: Mit Benjamin Karl fehlt ausgerechnet unser Gold-Held von Turin. Zur Erinnerung: Der Niederösterreicher krönte sich im Februar mit seinem zweiten Olympia-Gold in Folge zum erfolgreichsten heimischen Snowboarder aller Zeiten. Die Bilder von seinem Jubelschrei mit nacktem Oberkörper im Stil von Hermann Maier gingen um die Welt. Doch acht Monate später steht Karl im totalen Abseits.
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"Werde mich sicher nicht verbiegen"
Der Grund für den Absturz liegt abseits der Piste. Mit seinen Aussagen im Podcast Mindgames hatte Karl für einen gewaltigen Shitstorm gesorgt. Karl polterte damals über die Ansprüche seiner Frau und erklärte knallhart: "Finanziell bin ich der Verantwortliche für diese vier Mäuler. Wenn ich Termine habe, dann muss das Priorität haben".
Gegenüber der Tiroler Tageszeitung, Laola1.at und der Kleinen Zeitung bezieht der Routinier nun Stellung und redet Tacheles: "Wer Ecken und Kanten zeigt, zieht bei solchen Abstimmungen eben den Kürzeren. Ich werde mich aber sicher nicht verbiegen, nur um allen zu gefallen."
Karl reist zur Gala nach Wien an
Trotz der bitteren Niederlage bei der Wahl und des anhaltenden Wirbels um seine Person reist Karl am nächsten Donnerstag (20.15 Uhr, live ORF1) nach Wien. Der Doppel-Olympiasieger bestätigte, dass er bei der feierlichen Sporthilfe-Gala in der Wiener Stadthalle persönlich anwesend sein wird. Der 41-Jährige kündigte an, den Nominierten wie Alessandro Hämmerle vor Ort zu gratulieren, obwohl der verpasste Podestplatz für den Goldhelden eine erhebliche Enttäuschung darstellt.
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