Es ist mit Abstand die beliebteste Sportart der Österreicher, Klassiker in Kitzbühel und Schladming bringen dem ORF jedes Jahr Millionen-Einschaltquoten. Doch ausgerechnet vor dem Saisonstart in Sölden (24./25. Oktober) legt sich ein düsterer Schatten über den Skisport: Der alpine Rennsport steht vor dem Kollaps, die Stars schlagen Alarm, Top-Funktionäre werfen das Handtuch und das gesamte Millionengeschäft gerät finanziell wie moralisch ins Wanken.
Feller wusste nicht, wie er auf stehen soll
Den emotionalsten Paukenschlag lieferte Manuel Feller im ORF-Interview. Der Tiroler ÖSV-Star sprach überraschend offen über seine dunkelsten Stunden und gestand den mentalen Kollaps: "Es gab Tage, an denen ich nicht einmal wusste, wie ich aus dem Bett aufstehen soll", schilderte der Slalom-Spezialist seine schweren Depressionen im ORF. Die extreme Belastung im Leistungssport hatte Feller völlig aufgerieben, nun kämpft er sich mit professioneller Hilfe zurück ins Leben.
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FIS-Renndirektor begründet Abgang: "Druck zu hoch"
Auch an oberster Stelle brennt die Hütte: FIS-Rennchef Markus Waldner zog überraschend die Reißleine und verkündete wegen des unerträglich gewordenen Drucks seinen sofortigen Rückzug. "Das Rad dreht sich einfach zu schnell, der Druck aus allen Richtungen ist nicht mehr zumutbar", zitierte die Nachrichtenagentur APA den sichtlich mitgenommenen Südtiroler. Ein gewaltiger Schock für den Weltverband, der ohnehin tief im Schlamassel steckt, denn die FIS kämpft mit einem alarmierenden Millionendefizit und massiven Einnahmen-Problemen.
Finanzielle Sorge beim Ski-Weltverband
Als wäre das finanzielle Loch nicht genug, erschüttert auch noch ein handfester Justiz-Skandal die Wintersport-Welt: Der Organisationschef der kommenden Ski-WM im Februar 2027 in Crans-Montana musste wegen schwerer Korruptions- und Betrugsvorwürfe knallhart zurücktreten.
Parallel dazu läuft die Revolte der Top-Athleten. Superstars wie Mikaela Shiffrin lassen den traditionellen Auftakt in Sölden sausen und fordern lautstark eine drastische Reduzierung des überladenen Rennkalenders, um Körper und Geist der Athleten zu schützen.
Den nächsten klaren Schlussstrich zog Marco Schwarz. Der Allrounder beendete zu Wochenbeginn seine Slalom-Karriere, um Kräfte zu bündeln. Sein Fokus liegt nach seinen schweren Knie-Verletzungen ab sofort voll und ganz auf Riesenslalom und den Speed-Disziplinen.
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