Prozess in Wels
Bankomatsprenger crashten Maturafeier: Täter entschuldigen sich
Ein Bankomat-Coup endete in einer dramatischen Flucht: Drei Niederländer müssen sich am Dienstag in Wels wegen mutmaßlicher Geldautomatensprengungen verantworten. Besonders schwer wiegt ein Fall vom 16. Mai 2025 in Gmunden. Nachdem ihr Fluchtauto nach einer Explosion schwer beschädigt worden sein soll, suchten die Täter offenbar bei einer Maturafeier nach einem Ersatzfahrzeug.
Salmiakgeist und geraubter Autoschlüssel
Damals feierten Schüler ihren Maturastreich und waren gerade vor ihrer Schule, als plötzlich vermummte Männer auftauchten. Eine 18-jährige Maturantin berichtete unmittelbar nach dem Vorfall gegenüber von oe24 von einem lauten Knall.
Die Jugendlichen hätten den Lärm zunächst nicht zuordnen können und weitergefeiert. Später sollen die Täter mehreren Schülern Salmiakgeist ins Gesicht gesprüht und einen Jugendlichen durchsucht haben.
Mit dessen Autoschlüssel machten sie sich aus dem Staub. Das gestohlene Fahrzeug wurde später angezündet, um Spuren zu hinterlassen.
Vor Gericht erinnerten sich und Panik gehabt zu haben. Eine Zeugin beschrieb die Situation als äußerst unheimlich. Die Angeklagten entschuldigten sich bei den Zeugen, sie hätten nur das Auto "benutzen wollen".
Weitere Sprengungen im Visier
Neben dem Fall Gmunden geht es auch um einen Coup in Wels. Einer der Beschuldigten soll außerdem an fünf weiteren Bankomatensprengungen innerhalb von nur drei Wochen in Wien und Brunn am Gebirge beteiligt gewesen sein. Die Verteidigung weist den Raubvorwurf zurück. Ein Urteil wurde noch für Dienstag erwartet.
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