Ein Vorstoß mehrerer europäischer Minister sorgt aktuell für ordentlich Wirbel. In einem Brief fordern Länder wie Frankreich, Spanien, die Niederlande, Ungarn, Finnland, Belgien, Slowenien und Lettland eine deutliche Verschärfung der europäischen Tabakpolitik. Wenn es nach diesen Staaten geht, soll das bestehende Produktsortiment komplett eingefroren werden, sodass künftig keine neuen Artikel mehr auf den Markt gelangen dürfen.
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Verbot von Nikotinpads und Aromen
Die Forderungen an die EU-Kommission gehen noch weiter: So sollen Nikotinpads und sämtliche Aromastoffe komplett verboten werden. Außerdem verlangt das Schreiben strengere Grenzwerte für die Nikotinkonzentration sowie verpflichtende Einheitsverpackungen für alle Tabak- und Nikotinwaren. Diese drastischen Schritte hätten nicht nur Auswirkungen auf die Konsumenten, sondern würden auch die Staatskassen massiv treffen.
Milliarden für den österreichischen Staat
Durch die Tabaksteuer fließen jährlich erhebliche Summen in die Budgets der Länder. In Österreich generierte der Staat im Jahr 2025 allein durch diese Steuer rund 2,18 Milliarden Euro. Zählt man die Umsatzsteuer hinzu, beliefen sich die Einnahmen sogar auf etwa 2,9 Milliarden Euro. Strengere Regeln und ein dadurch reduziertes legales Angebot könnten diese Einnahmequelle stark schrumpfen lassen.
Illegale Zigaretten fluten den Schwarzmarkt
Von den geplanten Einschränkungen könnte vor allem der Schwarzmarkt profitieren. Dies zeigt sich bereits in Ländern mit härteren Auflagen: In Frankreich liegt der Anteil an illegalen Zigaretten bei 41 Prozent, in Irland bei 35 Prozent und auch in Großbritannien ist das Problem spürbar. Österreich steht im europäischen Vergleich noch relativ stabil da. Hierzulande ist nur knapp jede zwanzigste Zigarette illegal, während der EU-Schnitt bei jeder zehnten liegt. Trotzdem entgingen dem Staat durch illegale Nikotinprodukte im Jahr 2025 rund 128 Millionen Euro.
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