Tragödie am Attersee

Wrack-Bergung abgebrochen: Leichen weiter in 160 Meter Tiefe

© laumat.at, instagram
Die Bergung des abgestürzten Kleinflugzeugs gestaltete sich schwieriger als erwartet. Die beiden Todesopfer bleiben vorerst im Wrack.
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. Das Drama um den Absturz eines Kleinflugzeugs im Attersee geht weiter. Die für Samstag geplante Bergung des Wracks wurde verschoben. Erst am Montag soll die Propellermaschine aus dem See geborgen werden. Die beiden Todesopfer befinden sich weiterhin in rund 160 Metern Tiefe.

Flugschülerin (19) und Fluglehrer (24) tot

Das zweisitzige Flugzeug vom Typ P2002JFS war am Mittwoch gegen 11.25 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache in den Attersee gestürzt. Zeugen hatten zuvor einen Motoraussetzer gehört. Kurz darauf verschwand die Maschine im Wasser.

An Bord der Maschine, die zur Flotte der Skygate Academy in Wals-Siezenheim (eine Airlinepilotenschule mit Stipendium) gehört, waren eine 19-jährige Flugschülerin und ihr 24-jähriger Lehrer Benedikt K. - beide Deutsche, der Mann mit Zweitwohnsitz in St. Gilgen am Wolfgangsee. Fiona H. soll ganz am Beginn ihrer Ausbildung gestanden sein. Gestartet war das Flugzeug am Mittwoch in Salzburg. Nicht einmal eine halbe Stunde danach kam es zu dem Unglück.

Wasserrettung half entscheidend bei der Auffindung des im See zunächst verschollenen Maschine. © Wasserrettung

Wrack in 160 Metern Tiefe geortet

Eine groß angelegte Suchaktion wurde gestartet. Mehrere Feuerwehren, die Polizei, ein Rettungshubschrauber und das Rote Kreuz waren im Einsatz. Auch Taucher und Sonargeräte wurden eingesetzt.

Am frühen Abend gelang schließlich die Ortung der Maschine. Das Wrack wurde rund 300 Meter vom Ufer entfernt in etwa 160 Metern Tiefe gefunden. Bei der Ortung entdeckten die Einsatzkräfte die beiden Verstorbenen im Cockpit.

Die Bergung des Flugzeugs stellt die Einsatzkräfte nun vor eine enorme Herausforderung. Bereits die genaue Position des Wracks in der großen Tiefe macht den Einsatz kompliziert. Ein Tauchroboter war zuvor bereits in rund 160 Metern Tiefe im Einsatz.

Dies Maschine versank bis auf 160 Meter in den Tiefen des Attersees. © laumat.at, instagram

Bergung auf Montag verschoben

Ursprünglich sollte das Wrack am Samstag geborgen werden. Nun wurde der Termin auf Montag verschoben. Als Grund wird insbesondere die Komplexität des Vorhabens genannt.

Eine besondere Schwierigkeit ist die Anbringung der Bergungsleinen am Wrack. Diese müssen in rund 160 Metern Tiefe befestigt werden, bevor die Maschine überhaupt geborgen werden kann.

Bereits am Samstag hatte der Bezirksfeuerwehrkommandant von Vöcklabruck, Wolfgang Hufnagl, auf die schwierigen Bedingungen hingewiesen. Die Aufgabe sei "fordernd", erklärte er. Geborgen werden könne das Wrack erst, wenn die Leinen befestigt seien.

Warum die Maschine in den Attersee stürzte, ist weiterhin offen. Die Ermittlungen zur Unglücksursache laufen.

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