Experten wartnen
Wer vier Mal in der Woche Essen bestellt, riskiert ...
Eine Auswertung im "American Journal of Epidemiology", die auf Daten von mehr als 100.000 Erwachsenen aus China und Großbritannien basiert, zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen häufigem Take-away-Konsum und einem höheren Risiko für eine metabolisch bedingte Fettleber bei Männern. Als mögliche Gründe nennen die Autoren viel Fett, Zucker und Salz, wenige Ballaststoffe und Mikronährstoffe sowie Stoffe aus Verpackungen wie Bisphenol A und Phthalate. Welche dieser Faktoren das Ergebnis tatsächlich erklären, wurde jedoch nicht untersucht.
Auch interessant
Untersuchung von Erwachsenen in China
In einer chinesischen Kohorte wurden 3.186 Erwachsene über vier Jahre begleitet. Während dieses Zeitraums entwickelten 724 Personen eine metabolisch bedingte Fettlebererkrankung (MASLD), bei der sich zu viel Fett in der Leber einlagert und zugleich Stoffwechselprobleme wie Übergewicht, erhöhte Blutzuckerwerte oder Bluthochdruck bestehen. Die Erfassung der Ernährung erfolgte über Fragebögen. Wer weniger als einmal pro Woche Take-away-Mahlzeiten nutzte, bildete die Vergleichsgruppe. Bei ein bis drei Mahlzeiten wöchentlich war das Risiko nicht erhöht, ab mindestens vier Mahlzeiten stieg das Risiko bei Männern hingegen um rund 30 Prozent.
Ergebnisse aus britischen Daten
Zusätzlich wurden Daten von 99.781 Teilnehmern der UK Biobank ausgewertet, die zu Beginn zwischen 40 und 69 Jahre alt waren. Die Ernährungsauswertung basierte auf mindestens zwei 24-Stunden-Ernährungsprotokollen bei einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von elf Jahren. Auch in dieser Gruppe entwickelten 724 Menschen eine MASLD. Bei Männern, die Take-away-Essen konsumierten, lag das Risiko für eine MASLD um 66 Prozent höher als bei Männern, die kein Take-away-Essen verzehrten. Für Frauen berichteten die Autoren keinen vergleichbar eindeutigen Zusammenhang.
Mögliche Rolle von Verpackungsmaterialien
Die Wissenschaftler verweisen zudem auf Verpackungen für Essen zum Mitnehmen als weiteren möglichen Faktor. Darin können Chemikalien wie Bisphenol A und Phthalate enthalten sein. Die Autoren beziehen sich auf frühere Untersuchungen, die solche Stoffe mit einem erhöhten Risiko für eine MASLD in Verbindung gebracht haben.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden