Streit um Wasser

VPNÖ: SPÖ soll Genossen bei Dürrehilfe wachrütteln

Wie lange noch hält das an?
© APA/HARALD SCHNEIDER
Während die SPÖ Niederösterreich eine 100-Millionen-Euro-Renaturierungsoffensive fordert, hält die VPNÖ dagegen: Wenn die EU etwas bestellt, dann soll sie es auch bezahlen.
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"Wir als Land werden die Finanzierung sicher nicht übernehmen", stellt VPNÖ-Landwirtschaftsprecher Richard Hogl klar. Niederösterreich setze stattdessen seit Jahrzehnten auf Hausverstand: Ein Drittel aller Hochwasserschutz-Mittel komme bereits dem Wasserrückhalt zugute.

Ablenkung von Debatte im Bund?

Hogl wirft der Hergovich-SPÖ vor, mit der Renaturierungsdebatte von der eigenen Verzögerungstaktik bei der Dürrehilfe im Bund abzulenken. „Was Bäuerinnen und Bauern jetzt brauchen, ist eine Dürrehilfe – nicht Symboldebatten. Die Sozialdemokratie muss endlich über ihren ideologischen Schatten springen."

SPÖ hält dagegen

Landesrat Sven Hergovich sieht das naturgemäß anders: Rund 305 Kilometer Flüsse und Bäche hätten laut WWF besonderes Renaturierungspotenzial, 500 Projekte seien bereits angelaufen. Umweltsprecherin Kerstin Suchan-Mayr betont, Renaturierung sei „keine Naturromantik, sondern eine praktische Investition in Sicherheit und Lebensqualität". Kritisiert wird zudem, dass im Doppelbudget 2027/28 keine Mittel für die EU-Vorgaben vorgesehen seien.

Was für ein Zusammenstoss!

Während die einen – die SPÖ – eine Renaturierung verlangen, so sehen es Beobachter, leiden andere an der Dürre und brauchen dringend unterstützen.

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