SOS-Tipps

Plötzlich Kopfweh? Dieser überraschende Grund steckt dahinter

Junge Frau liegt krank auf dem Sofa und hält sich den Kopf vor Schmerzen.
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Die drückende Hitzewelle ist vorbei und die Temperaturen sinken endlich auf ein erträgliches Niveau. Eigentlich möchte man jetzt tief durchatmen und die wohltuende Abkühlung genießen. Doch stattdessen pocht der Schädel, der Nacken verspannt sich und der Kreislauf spielt verrückt. Kommt Ihnen das bekannt vor?
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Tatsächlich geben laut österreichischen Umfragen zwei Drittel der Menschen an, wetterfühlig zu sein. Aber warum reagiert unser Körper ausgerechnet auf die ersehnte Abkühlung so extrem, dass es zu fiesen Kopfschmerzen bis hin zu heftigen Migräneattacken kommen kann? Die Wissenschaft hat darauf eine klare Antwort.

Das passiert beim Temperatursturz

Unser Organismus verfolgt immer ein oberstes Ziel: Die lebenswichtige Körperkerntemperatur muss bei etwa 37 Grad konstant gehalten werden. Um das zu schaffen, leistet unser Körper im Hintergrund unbemerkt Schwerstarbeit. Während einer extremen Hitzewelle haben sich Ihre Blutgefäße weit geöffnet. Das ist ein Trick des Körpers, um möglichst viel gestaute Körperwärme über die Haut nach außen abzugeben und eine Überhitzung zu vermeiden.

Frau sitzt auf dem Bett und hält gestresst den Kopf in den Händen.
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Doch dann kommt der abrupte Temperatursturz. Innerhalb kurzer Zeit fällt das Thermometer nach heißen 35 Grad plötzlich um 10 bis 15 Grad ab. Unser Gehirn registriert die plötzliche "Kälte" und schaltet auf einen Energiesparmodus, um keinen Wärmeverlust zu riskieren.
Die Reaktion: Die Blutgefäße ziehen sich schlagartig eng zusammen.

Darum platzt Ihnen jetzt der Kopf

Genau dieses abrupte Zusammenziehen der Gefäße bedeutet Stress für das Herz-Kreislauf-System und das vegetative Nervensystem. Durch die plötzlich stark verengten Blutbahnen steigt oft der Blutdruck rasant an, das Herz muss schlagartig gegen einen höheren Widerstand pumpen und diese veränderte Durchblutung spüren Sie direkt im Kopf. Wenn Sie ohnehin gerade gestresst sind, zu wenig geschlafen haben oder unter Vorerkrankungen (wie hohem oder niedrigem Blutdruck) leiden, trifft Sie der Wetterumschwung in der Regel noch viel härter. Die unangenehmen Folgen:

  • Pochende, drückende Kopfschmerzen
  • Heftige Migräne-Attacken (vor allem bei Menschen, die ohnehin eine Veranlagung dafür haben)
  • Schwindelgefühle und Kreislaufschwäche
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit

SOS-Tipps: So tricksen Sie das Wetter-Kopfweh aus

Frau mit Dreadlocks liegt auf dem Sofa und bedeckt ihr Gesicht mit den Händen.
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Die gute Nachricht ist: Sie sind dem Wetterchaos nicht schutzlos ausgeliefert. Mit ein paar einfachen Tricks können Sie Ihre Blutgefäße regelrecht "trainieren", damit sie bei den immer häufiger werdenden extremen Wetterwechseln gelassener reagieren:

Wechselduschen & Kneippen: Wer morgens abwechselnd warm und kalt duscht, trainiert die Elastizität seiner Blutgefäße. Das Gefäßsystem lernt so, sich reibungsloser anzupassen, und ein Temperatursturz wirft Sie nicht mehr so schnell aus der Bahn.

Raus an die frische Luft: Regelmäßige Bewegung und Ausdauersport im Freien stärken das vegetative Nervensystem. Tägliche Spaziergänge machen den Organismus viel widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse.

Viel trinken: Ausreichend Wasser hält das Blut schön flüssig und entlastet Ihr Herz-Kreislauf-System bei der anstrengenden Arbeit der Temperaturregulation.

Ausreichend Schlaf: Ein erholter Körper steckt den biologischen Stress, den ein Temperatursturz verursacht, wesentlich besser weg.

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