Sicherheitsabfrage

Vorsicht vor neuer Betrugsmasche im Internet

Person mit Kapuzenpulli arbeitet an Laptop mit Code auf mehreren Bildschirmen in dunklem Raum.
© Getty Images
Ein gewohnter Klick kann im Netz schnell gravierende Folgen haben. Cyberkriminelle missbrauchen vertraute Sicherheitsabfragen, um Schadcode einzuschleusen und sensible Daten zu stehlen.
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Wer im Internet unterwegs ist, trifft ständig auf Captchas. Beim Online-Shopping, Login oder Herunterladen sollen die Rätsel automatisierte Bots stoppen, die Spam verteilen oder Passwörter erraten. Weil diese Kontrollen zum Alltag gehören, klicken viele Menschen sie völlig bedenkenlos an. Genau dieses Vertrauen nutzen Kriminelle aus.

Falle durch gefälschte Abfragen

Auf präparierten Webseiten tauchen Fenster auf, die wie eine echte Sicherheitskontrolle wirken. Statt Bilder auszuwählen, sollen Nutzer eine Tastenkombination wie Windows-Taste und R drücken, einen Text einfügen und bestätigen. Der Trick dabei: Der schädliche Befehl landet beim Laden der Seite unbemerkt in der Zwischenablage. Wird der Befehl ausgeführt, stellt das System eine Verbindung zu Servern der Angreifer her und lädt Schadsoftware nach. Da die Aktion vom Nutzer selbst auszugehen scheint, schlagen viele Virenscanner vorerst keinen Alarm. Ähnliche Varianten tarnen sich als Browser-Updates oder Systemfehler.

Hohe Gefahr durch Infostealer

Nachgeladen werden meist Infostealer. Diese Programme suchen gezielt nach gespeicherten Passwörtern, Kreditkartendaten, Zugängen zu Krypto-Wallets und Cookies, mit denen Logins ohne Kennwort möglich sind. Die gestohlenen Daten landen bei den Kriminellen und werden im Netz weiterverkauft. In Firmennetzwerken dient der Zugriff oft als Einstieg für umfassende Erpressungen durch Ransomware.

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