Fahndung

Terror von Berlin: Polizei sucht DIESEN Islamisten

Porträt eines jungen Mannes mit lockigen Haaren und Bart vor weißem Hintergrund.
© Polizei Berlin
Nach dem Terror-Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin läuft die Fahndung nach Abdul B. Die Polizei bittet um Hinweise, warnt aber vor direktem Kontakt. Der Tatverdächtige soll IS-Anhänger sein, wie die deutsche Bild berichtet.
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Am Samstag kam es am Rande des Christopher Street Days im Bereich des Tiergartens zu einem schrecklichen Akt des Terrors.

Gegen 22 Uhr wurden mehrere Personen durch eine Amok-Fahrt verletzt, eine Frau verstarb infolge des Anschlags .

Die Ermittlungsbehörden suchen nun intensiv nach dem 21-jährigen Abdul B. Es ist derzeit noch unklar, ob er das Fahrzeug selbst gesteuert hat. Das leere und stark demolierte Auto wurde von den Einsatzkräften am Tatort sichergestellt.

Aktuell prüft die Polizei auch noch, ob ein zweiter Verdächtiger an der Tat beteiligt war.

Mit diesem Kastenwagen wurde der Anschlag verübt: Ein weißer Citroën Space.

Ein weißer Citroën-Van ist frontal gegen einen Baum geprallt, daneben steht ein Ermittler mit Kamera.
Der weiße Citroën Space. © APA/AFP/RALF HIRSCHBERGER
Der weiße Citroën Space. © APA/AFP/RALF HIRSCHBERGER
Weißer Lieferwagen prallt frontal gegen einen Baum, Front stark beschädigt, nachts im Wald.
Der weiße Citroën Space. © x

Das weiß man über den Verdächtigen

Weiter ist nach Bild-Information über Abdul B. bekannt, dass er deutscher Staatsbürger libanesischer Herkunft sein soll. Er ist wohl wegen schwerer Körperverletzung und räuberischer Erpressung polizeibekannt. Angeblich habe der Attentäter bei seiner Mutter gewohnt.

Erst im Mai hatte er laut Medienberichten eine Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten erhalten - wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Das hießt: Abdul B. plante schon einmal einen Anschlag!

Abdul B. war im Libanon -er wollte nach Syrien- festgenommen worden, wegen seiner deutschen Staatsbürgerschaft wurde er zurück nach Deutschland gebracht!

Die Polizei habe ihn nach seiner Festnahme weiter observiert. Abdul soll auf Fotos mit einer Waffe posiert haben, bei einer Hausdurchsuchung fand man dann aber nur eine Spielzeugpistole.

Unter Beobachtung

Laut einem Bericht der "Welt" war Abdul Ballout nach seiner Freilassung aus dem Jugendknast im Mai auf Bewährung oder Vorbewährung. Zudem hatte er die Weisung erhalten, insgesamt 26 Gesprächstermine mit einer Beratungsstelle im Bereich Deradikalisierung und Extremismusprävention wahrzunehmen.

Hintergründe zu den behördlichen Weisungen

Anlass für diese Maßnahme waren Social-Media-Posts. In diesen soll Ballout seine Unterstützung für eine Terrorgruppe erklärt haben, wobei bislang unklar ist, um welche Gruppe es sich handelt. Diese Weisung war offenbar noch nicht rechtskräftig.

Freiwillige Wahrnehmung der ersten Termine

Der Verdächtige hatte zwei erste Gesprächstermine auf freiwilliger Basis wahrgenommen. Nach dem für Montag geplanten Treffen sollte entschieden werden, ob eine weitere Beratung sinnvoll ist. Er befand sich im sogenannten "Clearing Prozess".

Der Terror-Verdächtige:

Porträt eines jungen Mannes mit lockigen Haaren und Bart vor weißem Hintergrund.
Die Polizei fahndet nach Abdul B. © Polizei Berlin

Täterbeschreibung und dringende Warnung

Der Gesuchte wird als rund 1,90 Meter groß und von schlanker Statur beschrieben. Er hat schwarze Haare und trug zuletzt einen schwarzen Hoodie sowie eine weiße Hose. Die Polizei warnt eindringlich davor, die gesuchte Person bei einem Antreffen anzusprechen oder Kontakt zu suchen. Der Verdächtige könnte bewaffnet und gefährlich sein. Bei Wahrnehmung soll sofort der Notruf 110 kontaktiert werden.

Hintergrund zur gesuchten Person

Zu den Hintergründen des Verdächtigen äußerte sich der Polizeisprecher Florian Nath. "Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet", hatte Polizeisprecher Florian Nath zuvor erklärt. Zudem soll Abdul B. erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen worden sein.

Menschen in Rettungsdecken stehen an einem Notfallzelt neben einem Krankentransportwagen bei Nacht.
© Getty Images
Polizeiabsperrung bei Nacht mit unscharfem Polizeiwagen und Einsatzfahrzeug im Hintergrund.
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Ein Rettungswagen mit geöffneter Tür, Einsatzkräfte und Verletzte bei Nacht an einem Einsatzort.
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Polizisten, Rettungskräfte und verletzte Menschen nach einem Angriff bei der CSD-Parade in Berlin.
© Getty Images

Hinweise an die Ermittlungsbehörden

Wer sachdienliche Angaben zum aktuellen Aufenthalt von Abdul B. machen kann, wird gebeten, sich umgehend zu melden. Hinweise nehmen das Hinweisportal der Polizei Berlin sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Fahndung an allen Grenzen

Nach Terror wurden an allen deutschen Außengrenzen Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Die Polizeibehörden in mehreren Nachbarländern wurden dazu alarmiert.

Grenze zu Österreich

An jeder deutschen Außengrenze sind noch in der Nacht Fahndungsmaßnahmen eingeleitet worden. Die Polizeibehörden in den Nachbarländern Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Polen und Dänemark wurden in diesem Zusammenhang alarmiert.

Staatsschutz besitzt bereits Erkenntnisse

Beim Staatsschutz soll es bezüglich des Verdächtigen "umfangreiche Erkenntnisse" in den Bereichen "religiöse Ideologie" und Islamismus geben. Aus diesem Grund gehen die Fahnder von einer islamistisch motivierten Terror-Tat aus.

Hier erfuhren die CSD-Teilnehmer vom Anschlag:

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