Name bestimmt Erfolg
Studie: Diese Vornamen könnten Erfolgsgaranten sein
Der Vorname entscheidet nicht über die Zukunft eines Kindes. Er kann allerdings beeinflussen, welchen ersten Eindruck andere Menschen gewinnen: Manche Namen werden unbewusst mit einem bestimmten Alter, sozialen Hintergrund oder vermeintlichen Eigenschaften verbunden. Solche Stereotype können im Schulalltag oder bei Bewerbungen eine Rolle spielen – obwohl sie nichts über die tatsächlichen Fähigkeiten eines Menschen aussagen.
Eine britische Erhebung hat nun jene Vornamen ermittelt, die unter berühmten Schauspielern, Musikern und Reality-TV-Stars besonders oft vorkommen. Ganz oben stehen John und Kate.
Diese Vornamen kommen unter Stars besonders häufig vor
Für die Auswertung von Flowercard wurden mehr als 20.000 Namen berühmter Persönlichkeiten aus Großbritannien und den USA untersucht.
Bei männlichen Schauspielern liegt John auf dem ersten Platz, gefolgt von Robert und Michael. Auch in der Musikbranche führt John das Ranking an. Dahinter folgen James und Robert.
Bei den Schauspielerinnen steht Kate an der Spitze. Elizabeth und Anne belegen die Plätze zwei und drei. Unter Musikerinnen kommt Elizabeth besonders häufig vor, gefolgt von Jessica und Alicia.
Die vermeintlichen Erfolgsgaranten im Überblick:
- Schauspieler: John, Robert und Michael
- Schauspielerinnen: Kate, Elizabeth und Anne
- Musiker: John, James und Robert
- Musikerinnen: Elizabeth, Jessica und Alicia
- Reality-TV-Stars: John, James und Richard sowie Kate, Lauren und Sue
Warum John und Kate nur teilweise Erfolgsgaranten sind
So unterhaltsam das Ranking ist: Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Langzeitstudie. Gezählt wurde lediglich, welche Namen unter bereits erfolgreichen Persönlichkeiten besonders häufig vertreten sind.
Dabei wurden auch Varianten zusammengefasst. Zu John zählten beispielsweise Jon, Jonathan und Johnny. Außerdem wurde nicht berücksichtigt, wie beliebt die jeweiligen Namen in den Geburtsjahrgängen der Stars generell waren. Wenn besonders viele Männer einer Generation John hießen, ist es statistisch wenig überraschend, dass sich darunter auch zahlreiche Prominente befinden.
Aus der Häufung lässt sich daher nicht schließen, dass ein Baby namens John später bessere Karrierechancen hat. Das Ranking zeigt lediglich, welche Vornamen unter berühmten Menschen oft vorkommen.
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Warum Vornamen trotzdem unsere Wahrnehmung prägen
Eine viel zitierte Untersuchung der Technischen Universität Chemnitz analysierte, welche Vorstellungen 60 deutsche Vornamen auslösen. Knapp 150 Befragte sollten einschätzen, wie alt, attraktiv oder intelligent die jeweiligen Namensträger vermutlich seien.
Das Ergebnis: Die Bewertung hing stark davon ab, ob ein Name als modern, altmodisch oder zeitlos wahrgenommen wurde. Moderne Namen wurden eher mit jungen Menschen verbunden, während vermeintlich altmodische Namen häufiger älteren Personen zugeschrieben wurden. Über diesen Umweg beeinflusste der Name auch die Einschätzung von Attraktivität und Intelligenz.
Wichtig ist jedoch: Die Untersuchung maß ausschließlich die Vorstellungen der Befragten. Sie zeigte nicht, dass Menschen mit bestimmten Namen tatsächlich intelligenter, attraktiver oder erfolgreicher sind.
Können Vornamen Kinder in der Schule benachteiligen?
Dass Namensvorurteile ein reales Problem sein können, zeigt eine Befragung der Universität Oldenburg. Für die detaillierte Auswertung wurden die Antworten von 500 Grundschullehrkräften untersucht. Namen wie Charlotte, Sophie, Marie, Alexander oder Maximilian wurden häufiger mit freundlichen, leistungsstarken und unauffälligen Kindern verbunden. Kevin, Chantal, Justin oder Mandy lösten dagegen öfter negative Erwartungen hinsichtlich Leistung und Verhalten aus.
Die Untersuchung belegt, dass entsprechende Vorurteile unter Lehrkräften existierten. Sie beweist aber nicht, dass jedes Kind mit einem negativ bewerteten Namen automatisch schlechtere Noten erhält. Zudem können sich Namensmoden und gesellschaftliche Assoziationen mit der Zeit deutlich verändern.
Worauf Eltern bei der Namenswahl achten sollten
Eltern müssen den Namen ihres Babys nicht nach vermeintlichen Erfolgsrankings auswählen. Sinnvoller ist es, darauf zu achten, ob sich Vor- und Nachname gut aussprechen lassen, die Schreibweise verständlich ist und der Name auch zu einem erwachsenen Menschen passt.
Ob ein Kind später erfolgreich wird, hängt vor allem von seinen Fähigkeiten, seiner Förderung, seinen Bildungschancen und seinem sozialen Umfeld ab. Der Vorname kann den ersten Eindruck mitprägen – über den Lebensweg entscheidet er nicht.
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