Der 30-Jährige befand sich im Pool des Crew-Hotels, als sich offenbar das Wasser elektrisierte. Ein weiterer Kollege und zwei Hotelmitarbeiter wurden verletzt. Die indischen Behörden ermitteln.
Die Besatzung des Lufthansa-Fluges LH754 von Frankfurt nach Bengaluru hatte nach dem knapp neunstündigen Flug ihren Zwischenstopp erreicht. Während einige Crewmitglieder die freie Zeit zum Schlafen oder für Besichtigungen nutzten, gingen andere in den Pool auf dem Dach des Conrad Hotels.
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Dort kam es am Freitag, dem 30. Oktober, zu dem folgenschweren Unfall. Wie die deutsche "BILD" berichtet, soll beim Einschalten der Unterwasserbeleuchtung Strom in das Schwimmbecken gelangt sein. Ein Flugbegleiter, der sich zu diesem Zeitpunkt im Wasser befand, erlitt einen tödlichen Stromschlag. Jede Hilfe kam zu spät.
Vier Verletzte – Crew psychologisch betreut
Neben dem Todesopfer wurden weitere Menschen verletzt. Ein Mitglied der Kabinenbesatzung erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Auch zwei Hotelmitarbeiter mussten medizinisch versorgt werden.
Die übrigen Crewmitglieder stehen nach dem dramatischen Vorfall unter Schock und werden psychologisch betreut. Für sie sollte der Zwischenstopp eigentlich eine Erholungsphase nach einem anstrengenden Langstreckenflug sein.
Lufthansa bestätigt Todesfall
Der deutsche Luftfahrtkonzern bestätigte den Tod seines Mitarbeiters gegenüber der "BILD" und zeigte sich tief betroffen.
"Lufthansa bestätigt mit tiefer Betroffenheit, dass ein Mitglied unserer Crew am Freitag (30.10.2026) während eines Layovers in Bengaluru bei einem Unfall ums Leben gekommen ist", hieß es in der Stellungnahme.
Das Unternehmen sprach der Familie, den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen sein tiefstes Mitgefühl aus. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Betroffenen wollte Lufthansa keine weiteren Angaben zum Unfallhergang oder zur Identität des Crewmitglieds machen.
Polizei untersucht tödlichen Stromschlag
Die indischen Polizeibehörden nahmen Ermittlungen auf. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass der Pool offenbar unter Strom stand. Insbesondere die Unterwasserbeleuchtung und die elektrische Anlage des Schwimmbeckens sollen untersucht werden. Auch die Frage nach der Verantwortung für den tödlichen Unfall ist noch offen.
Lufthansa zieht unterdessen Konsequenzen und sucht nach einem neuen Hotel für die Besatzungen in Bengaluru. Das Conrad Hotel soll unter Piloten und Flugbegleitern bereits zuvor wegen seiner Ausstattung und Standards umstritten gewesen sein.
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