Spurlos verschwunden

Sorge um britischen Leichtathletik-Trainer

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Große Sorge um den ehemaligen britischen Top-Sprinter Leon Baptiste. Medienberichten zufolge fehlt von dem heutigen Leichtathletik-Trainer seit einem Kurzurlaub in Marokko jede Spur.
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Baptiste soll sich in Marokko für einen Golftrip oder einen Junggesellenabschied aufgehalten haben. Seit seiner Reise habe er weder auf Nachrichten seiner Athleten noch auf Kontaktversuche des britischen Leichtathletikverbands UK Athletics reagiert.

Besonders auffällig: Durch sein Verschwinden verpasste Baptiste auch die Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham.

Mehrere von ihm betreute Athleten waren dort am Start. Dazu gehörte auch 400-Meter-Läufer Charles Dobson (26), der mit der britischen Staffel bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris Bronze gewonnen hatte. Dobson schied in Birmingham im Halbfinale aus und sprach danach von "interessanten acht Wochen". Baptiste wurde während der EM von Ex-Europameister Martyn Rooney (39) vertreten.

"Niemand weiß, was passiert ist"

Was genau hinter dem Verschwinden steckt, ist bisher völlig unklar. Gegenüber dem britischen "Guardian" wollte sich UK Athletics nicht zu Baptiste äußern und verwies auf Diskretion.

Ein ehemaliger Profi-Kollege zeigte sich hingegen äußerst besorgt: "Meiner Erfahrung nach war er ein sehr ruhiger und vernünftiger Kerl. Niemand weiß, was passiert ist. Das ist sehr beunruhigend." Konkrete Informationen darüber, wo sich Baptiste derzeit aufhält oder was zu seinem Verschwinden geführt haben könnte, sind bisher nicht bekannt.

Goldmedaillen und frühes Karriereende

Baptiste gehörte einst selbst zu den erfolgreichen britischen Sprintern. Bei den Commonwealth Games 2010 in Delhi gewann er Gold über 200 Meter und mit der britischen 100-Meter-Staffel.

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Doch seine Karriere endete früh. Nach anhaltenden Problemen infolge einer Knieoperation musste er 2013 im Alter von gerade einmal 28 Jahren seine aktive Laufbahn beenden.

Damals erklärte Baptiste: "Mein Körper hat sich nie vollständig von meiner Knieoperation erholt." Er habe deshalb beschlossen, seinen Fokus auf andere Dinge zu richten. Anschließend wechselte er ins Trainergeschäft – und arbeitete zuletzt mit mehreren britischen Top-Athleten. Nun herrscht um den 41-Jährigen seit Wochen völlige Ungewissheit.

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