QR-Code-Kontrolle

Spotify erschwert das Teilen von Accounts

Spotify wird teurer! DAS müssen Nutzer in Österreich jetzt wissen
© getty/spotify
Der Musik-Streamingdienst Spotify verschärft die Voraussetzung des Family-Abos. Jeder einzelne Mitglied des günstigen Familien-Tarifs muss künftig beweisen können, dass alle tatsächlich unter einem Dach leben.
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Die Regeländerung betrifft den Premium-Family-Tarif. Demnächst müssen alle Mitglieder per QR-Code beweisen können, dass sie sich am selben Ort wie der sogenannte Plan-Manager aufhalten. Damit möchte der Streaming-Riese vermeiden, dass das Familien-Abo mit Freunden oder Bekannten geteilt wird, die nicht im gleichen Haushalt leben.

Zur Kontrolle wird ein dynamischer QR-Code erstellt, der sich alle paar Sekunden verändert. Diesen ruft der Plan-Manager in seiner Spotify-App auf. Das andere Mitglied scannt den Code mit seiner Smartphone-Kamera. Für den Vorgang sollen sich beide Personen am selben Ort befinden. Ein simpler Screenshot reicht dafür nicht aus, da sich der QR-Code ständig ändert. Wenn der Vorgang erfolgreich abgeschlossen ist, hält die Verifizierung sieben Tage lang an.

Sperre nach Ablauf der Sieben-Tage-Frist

Nutzer, die die Kontrolle nicht rechtzeitig abschließen, werden nach Ablauf der Sieben-Tage-Frist automatisch auf die kostenlose Spotify-Version mit Werbung herabgestuft. Zusätzlich verhängt der Streamingdienst eine zwölfmonatige Sperre für die Family- und Duo-Abos.

Die Betroffenen können in diesem Zeitraum keinem der genannten Abos beitreten. Jeder Nutzer, der Spotify ohne Werbung genießen möchte, muss sich einen Individual-Tarif zum regulären Preis holen. Mit dieser Kontrolle möchte das Unternehmen gegen Account-Sharing außerhalb eines gemeinsamen Hauses vorgehen.

Kontrolle einfach zu umgehen

Doch scheinbar kann die Kontrolle umgangen werden. Nutzer berichten in Online-Foren schon von einem Trick. Der QR-Code kann per Videoanruf und Bildschirmfreigabe übertragen werden und von dort gescannt werden. Nutzer können somit die Kontrolle einfach umgehen.

Seit einigen Jahren geht Spotify gegen das Account-Sharing vor. 2018 testete das Unternehmen GPS-Standortprüfungen. Damit stießen sie jedoch auf Datenschutzbedenken. 2019 führte Spotify eine Adressverifizierung ein. Nun will der Konzern mit dem wechselnden QR-Code die Kontrolle verschärfen.

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