Statt den Konflikt allein mit weiteren Angriffen zu führen, soll Teheran vor allem wirtschaftlich unter Druck gesetzt werden. Im Zentrum stehen dabei die Ölgeschäfte, die Straße von Hormus und ein verschärfter Sanktionskurs.
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Ein wichtiger Teil des Plans ist die Kontrolle der strategisch bedeutenden Meerenge. Der Iran hatte versucht, den Schiffsverkehr dort massiv einzuschränken und damit den Westen unter Druck zu setzen. Die USA bemühen sich nun, zumindest einen Teil der Transporte wieder abzusichern. Tanker werden nach Berichten über eine alternative Route durch die Region begleitet. Der internationale Ölverkehr bleibt dennoch erheblich eingeschränkt.
Wirtschaftlicher Druck
Noch stärker will Washington offenbar an der wichtigsten Einnahmequelle des Iran ansetzen: dem Ölgeschäft. US-Behörden wollen nicht nur iranische Exporte erschweren, sondern auch Unternehmen, Banken und Zwischenhändler treffen, die Teheran beim Verkauf und Transport des Öls unterstützen.
Besonders brisant ist dabei die Rolle Chinas. Das Land gehört zu den wichtigsten Abnehmern iranischen Rohöls. Trump könnte deshalb auch chinesische Firmen ins Visier nehmen, die weiterhin Geschäfte mit Teheran machen. Damit würde sich der Konflikt allerdings über den Iran hinaus ausweiten.
Die Rechnung des US-Präsidenten ist einfach: Je weniger Geld in die iranische Staatskasse fließt, desto schwieriger wird es für das Regime, Krieg und Staatsapparat zu finanzieren. Gleichzeitig könnte eine zunehmende wirtschaftliche Not den innenpolitischen Druck auf die Führung erhöhen.
Balanceakt
Ob diese Strategie tatsächlich Wirkung zeigt, ist allerdings offen. Der Iran verfügt über jahrelange Erfahrung mit internationalen Sanktionen und hat zahlreiche Wege entwickelt, Beschränkungen zu umgehen. Auch Experten warnen deshalb davor, allein auf den wirtschaftlichen Druck zu setzen.
Trump steht damit vor einem schwierigen Balanceakt. Er muss Teheran empfindlich treffen, ohne gleichzeitig die Ölpreise weltweit weiter nach oben zu treiben oder einen zusätzlichen Konflikt mit China zu provozieren. Der wirtschaftliche Druck könnte für Washington deshalb zum wichtigsten Instrument der nächsten Phase des Konflikts werden.
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