"Das war die Fahrt eines Champions, der noch kein Champion ist", schwärmte Mercedes-Boss Toto Wolff nach dem Start-Ziel-Sieg von Kimi Antonelli (20) auf dem Circuit of the Americas in Austin letzten Sonntag mit dem der Italiener den vorletzten Schritt Richtung Titelgewinn gemacht hatte.
Danach schilderte Wolff, wie cool sein Schützling schon vor dem WM-vorentscheidenden Rennen gewesen war. Wolff über den seit wenigen Wochen 20-jährigen Kimi: "Er ist in mein Büro geschlüpft und hat gesagt: ,Ich bin überhaupt nicht nervös. Ich will das hier genießen und nicht an den Titel denken. Ist das nicht merkwürdig?'."
Laut Wolff befindet sich Antonelli noch immer auf einer unglaublichen Entdeckungsreise, "er ist auch emotional mit dem, was diese Saison mit ihm macht. Dabei hat er von Anfang bis Ende abgeliefert."
Auf die oe24-Frage, was Antonelli anders macht als andere, erklärte Wolff: "Kimi funktioniert wie ein Computer: Er saugt alles auf wie ein Schwamm, durchdenkt alles und verarbeitet es perfekt." Das Wichtigste: "Er macht keinen Fehler zweimal."
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"Kimi hat WM zu 99,9999 Prozent gewonnen"
Mit dem 9. Saisonsieg baute Antonelli am Sonntag seinen WM-Vorsprung gegenüber Teamkollege George Russell (nur 8. in Austin) auf 123 Punkte bzw. gegenüber dem WM-Dritten Lewis Hamilton (Ferrari/4.) auf 124 Punkte aus. Da in den letzten fünf Rennen nur mehr 125 zu vergeben sind, würde Antonelli beim nächsten GP in Mexiko (Sonntag, 21 Uhr/ORF1) ein 9. Platz (= 2 P.) reichen, um endgültig alles klar zu machen. Angesichts dieser Rechnung lehnt sich auch der ansonsten so vorsichtige Wolff aus dem Fenster.
"Kimi hat die Weltmeisterschaft zu 99,9999 Prozent gewonnen," wird der 54-jährige Wiener in der Bild-Zeitung zitiert. "Wenn er es in Mexiko klarmacht, gibt es eine Tequila-Party. Und wenn es aus irgendeinem Grund doch nicht in Mexiko klappt, feiern wir halt eine Woche später in Brasilien (beim GP in Sao Paulo am 8. November, d. Red.), dann gibts Caipirinha."
Lustige Wolff-Erkenntnis vor dem Abflug aus Austin: "Vielleicht war es sogar ganz gut, dass er hier noch nicht Champion geworden ist. Hier hätte er ja gar nichts trinken dürfen." In den USA ist Alkohol erst ab dem 21. Geburtstag erlaubt ...
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