Es geht wieder los
Ski-Weltcup-Auftakt in Sölden: Die wichtigsten Fragen zum Saisonstart
Auf dem Rettenbachferner in Sölden fällt der Startschuss für einen neuen Ski-Winter! Beim Riesenslalom der Frauen am Samstag und der Männer am Sonntag (jeweils ab 10.00 & 13.00 Uhr/live auf ORF 1) geht es erstmals wieder um wichtige Weltcup-Punkte. Wer ist schon in Topform, welche Stars stehen besonders unter Druck und wer muss zum Auftakt zuschauen? Damit Ski-Fans bestens für den heißen Kampf um Hundertstel, Kristallkugeln und WM-Gold gerüstet sind: Das sind die wichtigsten Themen zum Weltcup-Auftakt!
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Wer sind die großen Gejagten?
Fünf Gesamtweltcupsiege in Serie bei den Männern, sechs große Kristallkugeln bei den Frauen zuletzt: Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin gehen als die prägenden Figuren des Ski-Weltcups in den neuen Winter. Doch beide bekommen Konkurrenz – und müssen sich auf unterschiedliche Herausforderungen einstellen.
Shiffrin hat die große Kristallkugel zuletzt sechsmal gewonnen und gehört mit 110 Weltcupsiegen zu den erfolgreichsten Skirennläuferinnen der Geschichte. Doch diesmal schlägt die US-Amerikanerin einen neuen Weg ein: Sie will weniger Slalom fahren und sich stärker im Riesentorlauf und Super-G beweisen. Damit nimmt sie sogar in Kauf, dass die Gesamtwertung schwieriger zu gewinnen wird. Emma Aicher, die ihr zuletzt bis auf 87 Punkte nahekam, und die Schweizerin Camille Rast wittern ihre Chance.
Bei den Männern ist Odermatt derweil auf Rekordkurs. Sechs Gesamtweltcupsiege in Folge hat bislang nur Marcel Hirscher geschafft – acht waren es zwischen 2012 und 2019. Der Schweizer könnte nun nachziehen. Sein größter Herausforderer dürfte erneut Lucas Pinheiro Braathen sein, der neben Riesentorlauf und Slalom künftig auch im Super-G angreifen will. Dazu lauern Speed-Spezialisten wie Franjo von Allmen und Giovanni Franzoni. Odermatt muss also nicht nur seine Konstanz ausspielen, sondern sich auch gegen eine Konkurrenz behaupten, die den nächsten Schritt machen will.
Lange Liste prominenter Ausfälle
Gleich mehrere große Namen fehlen zum Saisonstart oder müssen weiter um ihre Rückkehr kämpfen. Lindsey Vonn ist nach ihrem schweren Sturz bei Olympia noch nicht rennfit und muss erneut unters Messer, Sofia Goggia kämpft mit gesundheitlichen Problemen und Federica Brignone ist nach einer schweren Verletzung samt weiterer Operation noch nicht bereit. Lara Gut-Behrami hat ihre Karriere beendet.
Bei den Männern fällt Aleksander Aamodt Kilde nach einem Achillessehnenriss länger aus. Auch Cyprien Sarrazin arbeitet weiter an seinem Comeback. Die Ausfälle könnten das Kräfteverhältnis im Weltcup gehörig durcheinanderwirbeln.
Hirscher: Wann schlägt der Ski-König zurück?
Immerhin: Marcel Hirscher ist zurück im Gespräch! Der achtfache Gesamtweltcupsieger, der nun für die Niederlande an den Start geht, arbeitet nach seinem Kreuzbandriss an der Rückkehr, für Sölden reicht es allerdings noch nicht. Ein Start im weiteren Saisonverlauf bleibt das Ziel. Doch die Konkurrenz ist stärker geworden – und der Salzburger muss erst beweisen, wie schnell er wieder an sein früheres Niveau herankommt.
Österreichs Hoffnungsträger: Wer liefert ab?
Zwölf Weltcupsiege im Vorjahr – die beste ÖSV-Ausbeute seit Marcel Hirschers Rücktritt 2019 macht Hoffnung auf mehr! Bei den Männern soll Vincent Kriechmayr im Speed-Team vorangehen, Stefan Eichberger will nach seinem Kreuzbandriss zurückschlagen. Marco Schwarz hat seine Slalom-Karriere beendet und konzentriert sich künftig auf Riesentorlauf und Super-G, in denen er zuletzt bereits Siege feierte.
Bei den Frauen ist Julia Scheib das heißeste Eisen: Die Steirerin gewann fünf Riesentorläufe und holte die kleine Kristallkugel. Auch diesmal soll sie für österreichische Jubelmomente sorgen. Im Speed-Team ruhen die Hoffnungen unter anderem auf Cornelia Hütter und Nina Ortlieb. Das große Ziel: weitere Siege und bei der WM in Crans-Montana ein kräftiges Ausrufezeichen setzen!
Das ist neu: Neue Regeln und neue Schauplätze
Auch abseits der Piste gibt es Veränderungen. Neue Materialvorgaben sollen die Sicherheit erhöhen, während im Speed-Bereich der Frauen Beschränkungen bei Gewicht und Länge der Ski die Geschwindigkeiten reduzieren sollen. Mit Gosau kommt Ende Dezember eine neue Station für Technikrennen hinzu. Saalbach kehrt bei den Männern mit Speedbewerben in den Kalender zurück.
Und auch beim Weltverband FIS rumort es: Nach dem Führungswechsel und personellen Veränderungen stehen die Organisation und ihre Zukunft vor wichtigen Herausforderungen.
Das sind die Highlights: Alle Augen auf die WM
Von den Klassikern in Adelboden und Wengen über die legendären Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel bis zu den Nachtslaloms in Schladming – der Kalender bietet jede Menge große Bühnen. Der absolute Höhepunkt steigt aber vom 1. bis 14. Februar 2027 in Crans-Montana.
Bei der Ski-WM in der Schweiz geht es um Medaillen, Prestige und die Krönung des Winters. Für Odermatt und Shiffrin ist es die Chance, ihre Ausnahmestellung zu untermauern. Österreich will im Kampf um Edelmetall kräftig mitmischen.
Die Bühne ist angerichtet: In Sölden beginnt die Jagd, im Februar wartet der große WM-Showdown. Wer hält dem Druck stand, wer überrascht – und wer erlebt einen Winter zum Vergessen?
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