Bereits 52 Einsätze

Sicherheits-Debatte überschattet Frequency-Auftakt

Es wird gebadet.
© ORF
Mit dem FM4 Frequency Festival in St. Pölten startet eines der größten Musikfestivals des Landes – und schon zum Auftakt zeigt sich, wie wichtig funktionierende Sicherheitsstrukturen sind.
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Bereits am Mittwoch, dem Anreisetag, versorgte das Rote Kreuz 52 Besucherinnen und Besucher. Schwerwiegende Zwischenfälle blieben aus, wie es heißt. Für das Team des Roten Kreuzes hat mit der Anreise bereits eine der intensivsten Phasen des Einsatzes begonnen: Seit den frühen Morgenstunden standen zahlreiche Rettungs- und Notfallsanitäter an sieben Stützpunkten bereit, um Festivalgäste medizinisch zu betreuen.

Sag uns deine Meinung!  NÖN.at bei Google bevorzugen Bereits am Mittwoch wurden vom Roten Kreuz 52 Besucherinnen und Besucher versorgt, schwerwiegende Zwischenfälle blieben jedoch aus.
Im Einsatz. © RK NÖ / René Michael Kerschbaumer

Mit der Anreise hat für das Team

Es wird gebadet.
Badespaß am Frequency.

Just in dieser Woche wird jedoch ein grundlegendes Problem wieder akut: Es gibt keine gesetzlichen Voraussetzungen für das Sicherheitspersonal bei Großevents wie dem Frequency Festival. Bis zu 140.000 Besucherinnen und Besucher werden heuer erwartet, rund 1.000 Securities und Ordner sind laut Veranstalter im Einsatz. Dass es für diesen Job keine verbindlichen Standards gibt, sorgt bei der Gewerkschaft Vida für deutliche Kritik.

Ausbildung? Fehlanzeige

Zwischen 2.500 und 3.000 Menschen arbeiten in Niederösterreich als Securities, die Zahl schwankt stark, weil viele nur für einzelne Veranstaltungen engagiert werden. Zwar gebe es Ausbildungsangebote, doch viele Sicherheitsfirmen würden diese gar nicht voraussetzen. „Security kann man quasi über Nacht werden", bringt es der niederösterreichische Vida-Landesvorsitzende Horst Pammer auf den Punkt.

Im Ernstfall – etwa bei ausbrechender Panik – müssten Securities in der Lage sein, Menschenmassen sicher zu lenken. Genau daran hapere es oft: „Viele können aber weder einen Lageplan lesen noch ausreichend Deutsch sprechen", so Pammer. Der Veranstalter des Frequency Festivals widerspricht: Alle eingesetzten Securities könnten Deutsch und seien fähig, einen Lageplan zu lesen. Ordner, die für einfachere Aufgaben zuständig sind, müssten das ohnehin nicht können.

Gesetz seit Jahren angekündigt

Die Gewerkschaft nutzt den Festivalstart, um erneut eine verpflichtende Ausbildung für Securities zu fordern – gesetzlich verankert im Sicherheitsdienstleistungsgesetz. Die Umsetzung steht zwar im Regierungsprogramm und wurde bereits mehrfach angekündigt, einen konkreten Gesetzesentwurf gibt es laut zuständigem Staatssekretariat aber noch immer nicht.

Kraftklub, Lorde und Co. 

Musikalisch startet das Frequency Festival am Donnerstag: Über drei Tage werden rund 140.000 Fans erwartet, unter anderem für Auftritte von Kraftklub, Lorde, Sido, Paul Kalkbrenner und Twenty One Pilots.  Die Camper sind in Hochstimmung – Baden im Fluss und Silent-Disco inklusive.

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