Fußis Meinung

Sanieren und entpolitisieren!

RF
© oe24
Ein Kommentar von Rudolf Fußi.
OE24 auf Google bevorzugen

Der ORF muss nicht gerettet werden. Er muss saniert und entpolitisiert werden. Die jeweiligen Regierungen behandeln den Sender seit Jahrzehnten wie ihr Eigentum. Das ORF-Gesetz, das der Regierung einen überproportional großen Einfluss einräumt, stammt übrigens aus der Zeit von Peter Westenthaler.

Damals hat er es gemeinsam mit Andreas Khol verantwortet und durchgesetzt. Heute kritisiert derselbe Westenthaler den großen Regierungseinfluss . Als die FPÖ selbst in der Regierung saß, störte ihn dieser Einfluss nicht im Geringsten. Die Parteien sind hier alle gleich: Sie wollen zum Trog – und das wird sich nicht ändern. Die einzige realistische Möglichkeit besteht darin, sie erst gar nicht dorthin zu lassen. Dass sie ihren Einfluss auf den ORF freiwillig aufgeben, ist allerdings nicht sonderlich wahrscheinlich. Am meisten leiden darunter die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ORF. Grosso modo leisten sie sehr gute Arbeit. Viele von ihnen sind jedoch notorisch überbezahlt und liegen weit über den üblichen Gehältern der Privatwirtschaft.

Bevor man also beim Programm spart, sollte man dort ansetzen, wo marktunübliche Supergagen bezahlt werden. Auch das ist – ehrlich gesagt – unwahrscheinlich.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden