Selenskyj warnt

Putin plant Großangriff während US-Wahl

Ein Mann im Anzug steht vor farbigen Flaggen im Hintergrund.
© EPA
Russland plant ukrainischen Geheimdiensterkenntnissen zufolge während der Kongresswahl in den USA einen massiven Angriff auf die Energieinfrastruktur und Logistik-Ziele im Nachbarland.
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf der Plattform X, die Aufmerksamkeit der ganzen Welt werde sich auf die US-Wahlen konzentrieren, "und was in der Ukraine passiert, inklusive unserer Schwierigkeiten bei der Luftabwehr und mit Patriot-Raketen, wird nicht wahrgenommen".

Selenskyj forderte, die internationale Gemeinschaft müsse Russland klarmachen, dass Terror nicht akzeptiert werde. Solange der Krieg andauere, müsse Russlands Ölindustrie weiter angegriffen werden und Moskau dürfe mit internationalen Geschäften kein Geld verdienen. "Wir müssen einen solchen Druck auf Russland ausüben, dass es keine Alternative hat, als diesen Krieg zu beenden. Amerika kann das schaffen", sagte er mit Blick auf die USA. Dort hatte Präsident Donald Trumps Regierung zuletzt allerdings einige Sanktionen gelockert, unter anderem um Russland den Export von Diesel zu ermöglichen.

Russland greift vor dem Winter Strom- und Heizsystem an

Russland zielt bei seinen Luftangriffen auch immer wieder auf die Energieinfrastruktur der Ukraine. Strom- und Heizungsausfälle infolge der Angriffe sollen die Menschen in der Ukraine kriegsmüde machen, zumal der Winter vor der Tür steht, so Moskaus zynisches Kalkül.

Ein Feuerwehrmann bekämpft ein großes Feuer in einem eingestürzten Gebäude bei Nacht.
© APA/AFP/STATE EMERGENSY SERVICE

Das ukrainische Militär kann viele Angriffe, vor allem jene mit ballistischen Raketen, nicht mehr abwehren, weil ihm die Munition für die fortschrittlichen Abwehrsysteme vom Typ Patriot ausgeht.

Selenskyj bittet die USA und andere westliche Partner immer wieder um zusätzliche Unterstützung für die ukrainische Luftverteidigung. Besonders pocht er auf die Lieferung weiterer Patriot-Abfangraketen. Diese sind inzwischen aber - auch infolge des Iran-Kriegs - vielerorts ein knappes Gut. Die Produktion in den USA wurde bereits hochgefahren, hält aber nicht Schritt mit der Entwicklung in den verschiedenen Konflikten.

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