Kleines reales Plus

Prognose: So hoch steigen die Gehälter 2027

Gehalt
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Nach Abzug der erwarteten Inflation bleibt den Beschäftigten jedoch nur ein kleines reales Plus.
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Wien. Österreichische Unternehmen rechnen für 2027 mit einem durchschnittlichen Gehaltsanstieg von 2,9 Prozent. Abzüglich der erwarteten Inflation von 2,6 Prozent bleibt den Beschäftigten laut einer Umfrage der Personal- und Managementberatungs-Fimra "Kienbaum" unter knapp 190 heimischen Betrieben jedoch nur ein reales Plus von 0,3 Prozent. Bereits seit Oktober sichern die jüngsten KV-Verhandlungen vielen Arbeitnehmern Gehaltszuwächse – oft kombiniert mit Boni von bis zu 275 Euro, wie das Portal "finanz.at" berichtet.

Fachkräfte führen Gehaltswachstum an

Je nach Position fällt der Zuwachs unterschiedlich aus:

  • Spezialisten und Fachkräfte: +3,0 Prozent
  • Senior, Middle & Lower Management: +2,8 Prozent
  • Top-Management: +2,6 Prozent

Vergleich mit Deutschland und der Schweiz

Beim nominellen Lohnwachstum liegt Österreich (2,9 %) vor Deutschland (2,6 %) und der Schweiz (1,1 %). Aufgrund der niedrigen Schweizer Teuerung erzielt die Schweiz jedoch ein Reallohnplus von 0,6 Prozent, während Österreich und Deutschland real gleichauf bei 0,3 Prozent liegen.

64 Prozent der befragten österreichischen Firmen geben an, weniger als die Hälfte ihres Budgets für Gehaltserhöhungen frei einteilen zu können – die Kollektivverträge würden den Spielraum stark einschränken, heißt es. Zudem verliert der Fachkräftemangel als Gehaltstreiber an Gewicht: Weltweit führten ihn noch 25 Prozent der Unternehmen an (Vorjahr: 35 %); ein Trend, der sich auch in Österreich seit zwei Jahren abschwächt.

Vorsichtige Prognosen und KI-Einsatz

Die wirtschaftlichen Aussichten der heimischen Betriebe bleiben verhalten: 60 Prozent rechnen mittelfristig mit stabilen Ergebnissen, 21 Prozent blicken optimistisch und 19 Prozent pessimistisch in die Zukunft.

Am Arbeitsmarkt zeigt sich weltweite Entspannung (1.039 Datensätze aus 41 Ländern / >1.500 Unternehmen gesamt):

  • 55 % besetzen offene Stellen leichter als im Vorjahr (46 %).
  • 26 % berichten von sinkenden Einstiegsgehalts-Erwartungen.
  • Dennoch spüren 71 % weiterhin Druck, wettbewerbsfähige Gehälter zu zahlen.

Um Personalkosten abzufedern, setzen weltweit bereits 59 % auf KI (Vorjahr: 43 %). Während 58 % in KI-Schulungen investieren und 39 % bei Bewerbern darauf achten, wirkt sich KI bisher nur bei 5 % der Betriebe direkt auf die Entlohnung aus.

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