Terror-Verdacht

Polizeischülerin nach radikalen Aussagen gefeuert

Drei Polizisten gehen durch einen überdachten Gang an der Gumpendorfer Straße.
© Getty Images
In Graz ist eine Polizeischülerin aufgrund des Verdachts einer fundamental-islamistischen Grundhaltung aus der Polizeiausbildung entlassen worden.
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Das teilte das Innenministerium am Dienstag mit. Die Frau soll mehrfach die Absicht geäußert haben, aus religiösen Gründen in Zukunft nicht mit männlichen Kollegen in dem für den Dienstbetrieb erforderlichen Ausmaß zusammenarbeiten zu wollen. Die 27-Jährige mit Wurzeln in Afghanistan lebt seit rund 25 Jahren in Österreich.

Gemäß Aussendung hat es die Frau im Rahmen von Einsatztrainings vermieden, mit männlichen Polizeischülern gemeinsam Szenarien und Übungen durchzuführen. Gegenüber Lehrgangskollegen traf sie demnach im Rahmen der Ausbildung Aussagen, dass sie dies auch in Zukunft im Außendienst so halten werde und begründete dies mit ihrem muslimischen Glauben.

Auch soll die nunmehr vormalige Polizeischülerin, die für die Landespolizeidirektion Wien ausgebildet werden sollte, versucht haben, ihre Kollegen zu einer positiven Grundhaltung zur Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) zu bewegen. Dabei sollen Aussagen gefallen sein wie: "Reisen wir doch gemeinsam aus und schließen uns dem islamischen Staat an", oder "Sprich mir nach und du konvertierst zum Islam".

Tatverdacht nicht erhärtet

Im Rahmen einer von der Staatsanwaltschaft Graz angeordneten Hausdurchsuchung wurden Datenträger sichergestellt. Die bisherige Sichtung dieser lieferte jedoch keine Hinweise, die einen Tatverdacht erhärteten.

Laut Bundespolizeidirektor Michael Takacs widerspricht das an den Tag gelegte Verhalten den Grundprinzipien und tragenden Säulen der Polizei wie Gleichberechtigung der Geschlechter, Meinungsfreiheit sowie die klare und unmissverständliche Trennung zwischen Glauben und beruflicher Tätigkeit. "Bei so etwas gibt es null Toleranz und keinen Millimeter Spielraum", erklärte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) per Aussendung.

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