Wiederaufbau

Pinzgaubahn soll bald wieder bis Krimml durchfahren

Roter Zug steht an einem kleinen Bahnhof in einer grünen, hügeligen Landschaft.
© Pinzgauer Lokalbahn/KK
2027 soll der Wiederaufbau fortgesetzt werden. Eine Finanzierungszusage des Bundes für den Hochwasserschutz macht weitere Arbeiten möglich. Parallel dazu wird die Modernisierung und Elektrifizierung der Bahn geplant.
OE24 auf Google bevorzugen

Salzburg. Der Wiederaufbau der Pinzgauer Lokalbahn bis Krimml nimmt wieder Fahrt auf. Nach einer Finanzierungszusage des Bundes für den Hochwasserschutz im Oberpinzgau sollen bereits 2027 die Arbeiten am Streckenabschnitt zwischen Mittersill und Hollersbach beginnen. Das gab der scheidende Landeshauptfraustellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) bekannt. Landwirtschafts- und Umweltminister Norbert Toschnigg (ÖVP) hatte am Freitag rund 15 Millionen Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen in der Region in Aussicht gestellt. Diese Mittel gelten als wichtige Voraussetzung für den weiteren Wiederaufbau der Bahnstrecke.

Hochwasser zerstörte große Teile der Strecke

Die Pinzgauer Lokalbahn verbindet Zell am See mit Vorderkrimml und ist rund 53 Kilometer lang. Beim schweren Hochwasser im Juli 2021 wurden weite Teile der Trasse zwischen Niedernsill und der westlichen Endstation zerstört. Seither konnte der Bahnbetrieb schrittweise wieder aufgenommen werden. Seit Mitte 2024 verkehren die Züge erneut bis Mittersill. Der westliche Streckenabschnitt bleibt hingegen weiterhin außer Betrieb. Mit der angekündigten Bundesfinanzierung soll nun der nächste Wiederaufbauabschnitt in Angriff genommen werden.

Schnöll betont, dass die vollständige Wiederherstellung der Bahnverbindung weiterhin das Ziel des Landes Salzburg sei. Die Pinzgauer Lokalbahn habe für die Region eine wichtige Bedeutung und solle künftig wieder durchgehend bis Krimml verkehren. Ein konkreter Termin für die vollständige Wiederaufnahme des Bahnbetriebs wurde allerdings noch nicht genannt.

Elektrifizierung und Modernisierung geplant

Die Schmalspurbahn befindet sich seit 2008 im Eigentum des Landes Salzburg und wird von der Salzburg AG betrieben. Parallel zum Wiederaufbau laufen bereits Planungen für eine umfassende Modernisierung und Elektrifizierung der Strecke. Damit soll die Bahn langfristig weiterentwickelt werden. Neben dem Wiederaufbau der Verkehrsinfrastruktur spielt auch der Hochwasserschutz im Oberpinzgau eine wichtige Rolle.

Im Habachtal bei Bramberg wird eine neuartige Messstation eingesetzt, die frühzeitig Hinweise auf mögliche Überflutungen liefern soll. Dabei kommen unter anderem eine Sedimentwaage, Lasermessungen und Drohnenflüge zum Einsatz. Die Messungen sollen helfen, Veränderungen beim Geschiebetransport zu erkennen und Siedlungsgebiete besser vor Hochwassergefahren zu schützen.

Mit den angekündigten Investitionen in den Hochwasserschutz und der Fortsetzung des Bahnwiederaufbaus sollen wichtige Infrastrukturprojekte im Oberpinzgau vorangebracht werden.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden