Kauf von Luxus-Villa

Paar will Maklergebühr umgehen  - 150.000 Euro Strafe

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Der Versuch, beim Kauf einer Luxusimmobilie die Maklerprovision zu sparen, kommt ein französisches Ehepaar nun teuer zu stehen.
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Nach einer Entscheidung des obersten französischen Gerichts müssen die Käufer 150.000 Euro Schadensersatz an einen Immobilienmakler zahlen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass das Paar den Vermittler bewusst umgangen hatte, um die fällige Provision zu vermeiden.

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Der Fall geht auf das Jahr 2017 zurück. Damals erhielt ein Makler den Auftrag, eine Villa im Süden Frankreichs zu verkaufen. Der Wert der Immobilie lag bei rund drei Millionen Euro. Anfang 2018 stellte der Makler das Objekt einem interessierten Ehepaar vor und organisierte mehrere Besichtigungen.

Wenige Monate später unterzeichneten die Kaufinteressenten einen vorläufigen Kaufvertrag. Auffällig war dabei, dass der Makler in den Unterlagen nicht erwähnt wurde. Auch beim endgültigen Abschluss des Immobiliengeschäfts tauchte der Vermittler nicht auf. Die Käufer hatten die Villa letztlich direkt vom Verkäufer erworben.

Makler zog vor Gericht

Der Makler zog daraufhin vor Gericht und verlangte 150.000 Euro Schadenersatz – eine Summe, die etwa der ursprünglich erwarteten Provision von rund sechs Prozent des Kaufpreises entsprach. Während die ersten Instanzen seine Klage noch abwiesen, bekam er nun vor dem französischen Kassationsgerichtshof Recht.

Die Richter kamen zu dem Schluss, dass die Käufer "in böser Absicht" gehandelt hätten. Nach Ansicht des Gerichts nutzten sie die vom Makler erbrachte Vermittlungsleistung, versuchten aber anschließend gezielt, dessen Vergütung zu umgehen. Deshalb sei ein Schadenersatzanspruch gerechtfertigt.

Der Fall sorgt auch außerhalb Frankreichs für Aufmerksamkeit. Rechtsexperten verweisen darauf, dass ähnliche Konstellationen auch in Deutschland oder Österreich rechtliche Folgen haben können. Wer bewusst die Arbeit eines Maklers nutzt und diesen anschließend beim Vertragsabschluss ausschließt, riskiert unter Umständen hohe finanzielle Forderungen sowie zusätzliche Gerichts- und Anwaltskosten.

Das Urteil gilt als deutliches Signal an Immobilienkäufer: Wer versucht, eine Provision durch gezielte Umgehung zu sparen, könnte am Ende deutlich mehr bezahlen als ursprünglich vorgesehen.

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