Steiermark. Der Ausbau der steirischen Ostbahn zwischen Graz und der ungarischen Grenze schreitet voran. Bis 2030 soll die rund 80 Kilometer lange Strecke vollständig elektrifiziert und umfassend modernisiert werden. Die Fahrgäste sollen künftig vor allem von schnelleren Verbindungen und dichteren Intervallen profitieren.
Derzeit wird in Graz eifrig gearbeitet
In Graz laufen derzeit zahlreiche Arbeiten. Die alte Eisenbahnbrücke über die Herrgottwiesgasse aus dem Jahr 1948 wurde bereits entfernt und durch einen Neubau ersetzt. Zudem wurden Eisenbahnkreuzungen im Bereich der Liebenauer Hauptstraße saniert. Zwischen Graz-Ostbahnhof und Autal laufen gleichzeitig Vorbereitungen für die Elektrifizierung. Dazu gehören die Montage der Oberleitungen sowie Fundierungsarbeiten.
Ab Montag sollen die Züge zwischen Graz-Hauptbahnhof und Gleisdorf wieder fahren. Allerdings ist der Zugverkehr vorerst täglich nur bis 15 Uhr möglich. Danach müssen Fahrgäste weiterhin auf einen Schienenersatzverkehr ausweichen.
Laßnitztunnel als große Herausforderung
Eine der größten Herausforderungen steht noch bevor. Der Laßnitztunnel, der einzige Tunnel entlang der Strecke, soll modernisiert und erweitert werden. Dafür ist voraussichtlich ab Herbst 2027 eine weitere Streckensperre erforderlich.
Nach Abschluss des gesamten Projekts sollen Züge auf einzelnen Abschnitten Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h erreichen. In den Hauptverkehrszeiten sind zwischen Graz und Gleisdorf Verbindungen im 20-Minuten-Takt geplant. Bis Fehring sollen die Züge alle 30 Minuten verkehren.
Durch die Umstellung von Diesel auf elektrischen Betrieb sollen jährlich rund 5,6 Millionen Liter Diesel und 11.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Die Elektrifizierung schafft außerdem die Voraussetzungen für durchgehende Zugverbindungen von Graz bis Budapest.
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