Auf seiner Social-Media-Seite soll der Mediziner unter anderem von "Ölaugen" gesprochen und Gewalt gegen Menschen angedroht haben. In einem weiteren Beitrag schrieb er "Remigrieren oder kremieren".
Auch andere Veröffentlichungen sollen sich gegen Migranten gerichtet haben und Gewalt bis hin zu tödlichen Schüssen verherrlichen. Die Universitätsmedizin Rostock bestätigte auf Anfrage, den Mitarbeiter mit den Aussagen konfrontiert und den entsprechenden Verdacht bestätigt zu haben.
Die Konsequenz: Der Oberarzt wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Weitere arbeitsrechtliche Schritte seien eingeleitet worden. Zusätzlich erstattete die Universitätsmedizin Strafanzeige.
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Aussagen stehen im krassen Gegensatz zur Klinik
Besonders brisant ist der Fall wegen des Leitbilds der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Dort stehen unter anderem "Respekt, Vielfältigkeit, Weltoffenheit, Freundlichkeit" für das Selbstverständnis der Einrichtung.
Die nun bekannt gewordenen Beiträge stehen damit in deutlichem Widerspruch zu den Werten, für die die Klinik öffentlich eintritt.
Der betreffende Arzt war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.
Größte medizinische Einrichtung des Bundeslandes
Die Universitätsmedizin Rostock ist die größte medizinische Einrichtung Mecklenburg-Vorpommerns. Dort arbeiten mehr als 5000 Menschen in 28 Kliniken, zur Einrichtung gehören rund 1100 stationäre Betten.
Politisch sorgt der Fall ebenfalls für Aufmerksamkeit. Die Universitätsmedizin wird vom Land Mecklenburg-Vorpommern getragen. Im September steht dort zudem die Landtagswahl an.
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