Investition

NÖ: 160 Mio. gegen das Hochwasser

Rundgang durch das Wasserbaulabor der BOKU Wien: Kolm, Pernkopf, Habersack und Haidvogl (v.l.n.r.).
© NLK Burchhart
Niederösterreich will seine Wasserressourcen für die Zukunft durch gezielte Forschungsprojekte sichern, schützen und nutzen, wobei Hochwasserschutz, Wasserqualität und Gesundheit im Fokus stehen.
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Landesvize Stephan Pernkopf (ÖVP) formulierte dazu den Anspruch: Das Bundesland soll "beim Thema Wasser, beim Schutz vor Naturgefahren und bei der Sicherung der Wasserressourcen Vorreiter in Österreich und Europa" werden.

Drei zentrale Vorhaben verdeutlichen diese Strategie: Im Wiener Dream-Wasserbaulabor unter der Leitung von Helmut Habersack liefern praxisnahe Modellversuche im Maßstab 1:1 wertvolle Erkenntnisse für den Hochwasserschutz und die Flussökologie.

In einem Citizen-Science-Projekt forscht Gertrud Haidvogl mit rund 100 Bürgern an der Dokumentation historischer Hochwässer, deren Auswertung 2027 startet.

An der Karl-Landsteiner-Privatuniversität Krems leitet Claudia Kolm zudem einen neuen Fachbereich, der sich zur Sicherung der Wasserqualität mit der Erkennung von Krankheitserregern und Antibiotikaresistenzen befasst.

Unzählige Projekte in der Umsetzung

Neben der Forschung baut das Land auch bauliche Maßnahmen weiter aus. In den kommenden zwei Jahren starten 32 neue Hochwasserschutzprojekte für 160 Millionen Euro. Pernkopf erklärte dazu: "Wir müssen den Tropfen dort halten, wo er fällt und unseren Gewässern wieder mehr Platz geben. Ein Drittel der Hochwasserschutz-Mittel fließt daher in Wasserrückhalt und Renaturierung." Ergänzend befinden sich hunderte Trinkwasserprojekte in Umsetzung.

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