Standorte

Niederösterreich macht Asylunterkünfte dicht

Zwei Politiker sprechen bei einer Pressekonferenz vor gelbem Hintergrund mit Mikrofonen und Rednerpulten.
© APA/HELMUT FOHRINGER
In Niederösterreich werden drei weitere Asylunterkünfte geschlossen. Es handelt sich um Standorte in St. Pölten, Bruck an der Leitha und Schottwien (Bezirk Neunkirchen), teilte FPÖ-Landesrat Martin Antauer mit.
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APA-Recherchen zufolge liegt die Zahl der insgesamt betroffenen Bewohner zwischen 20 und 30. Ein Evaluierungsprozess hinsichtlich der Schließung von Asylheimen im Bundesland läuft indes weiter.

"Der Schutz unserer Bevölkerung hat für uns immer Vorrang und wir wollen Niederösterreich als Asylstandort so unattraktiv wie möglich machen", betonte Antauer. "Die Botschaft ist klar: Wir schieben dem Geschäftsfeld Asyl und illegale Migration gezielt einen Riegel vor." Bereits per 31. August war die Asylunterkunft in Mitterndorf in der Gemeinde Michelhausen (Bezirk Tulln) geschlossen worden. Die elf Bewohner wurden neu verteilt.

Laut Angaben aus dem Büro von Antauer gibt es derzeit rund 360 Asylunterkünfte des Landes. 5.900 Personen befanden sich mit Ende August in Niederösterreich in der Grundversorgung, 7.900 waren es ein Jahr davor. Bezieher der Grundversorgung sollen ab Herbst auch den im Mai von Antauer vorgelegten Integrationskodex unterschreiben, kündigte Landesvize Udo Landbauer (FPÖ) zu Wochenbeginn im Interview mit dem ORF Niederösterreich an. Bei Verstößen drohen laut dem Landesparteichef der Freiheitlichen eine Reduktion der Grundversorgungsleistungen und "im Wiederholungsfall als letzte Konsequenz" auch ein Ausschluss aus der Grundversorgung.

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