Kostenfalle

Neue Strom-Regeln: Wer jetzt nicht aufpasst, zahlt drauf

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Ab 2027 ändern sich in Österreich die Regeln für Strom-Netzkosten. Wer viel Strom gleichzeitig nutzt, könnte mehr zahlen. Wer seinen Verbrauch geschickt verlagert, kann dagegen sparen.
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Für Österreichs Haushalte gelten ab 1. Jänner 2027 schrittweise neue Regeln bei den Netzkosten. Künftig zählt nicht mehr nur, wie viel Strom insgesamt verbraucht wird. Auch die höchste bezogene Leistung innerhalb eines 15-Minuten-Zeitraums pro Monat soll stärker berücksichtigt werden.

Wer mehrere leistungsstarke Geräte gleichzeitig einschaltet, kann dadurch höhere Netzkosten haben. Für durchschnittliche Haushalte ohne besonders hohe Leistungsspitzen erwartet die Regulierungsbehörde E-Control hingegen keine wesentlichen Änderungen.

E-Auto und Wärmepumpe als Kostenfalle?

Besonders Haushalte mit Elektroauto und Wärmepumpe sollten ihren Stromverbrauch im Blick behalten. Wird das E-Auto mit voller Leistung geladen, während gleichzeitig die Heizung und weitere große Verbraucher laufen, kann eine hohe Leistungsspitze entstehen.

Wer das Auto langsamer lädt oder den Ladevorgang auf mehrere Stunden verteilt, kann solche Spitzen verringern. Auch intelligente Steuerungen und programmierbare Ladezeiten können helfen, den Verbrauch besser zu verteilen.

Nachts und mittags günstiger

Die neuen Regeln sollen auch Anreize schaffen, Strom dann zu nutzen, wenn das Netz weniger stark ausgelastet ist. © Getty Images

Die neuen Regeln sollen auch Anreize schaffen, Strom dann zu nutzen, wenn das Netz weniger stark ausgelastet ist. Bereits von April bis September ist zwischen 10 und 16 Uhr ein günstigerer Netztarif vorgesehen.

Ab 1. Oktober 2027 soll es ein entsprechendes Angebot auch im Winter geben: Zwischen 23 und 5 Uhr ist dann ein reduzierter Netz-Arbeitspreis geplant. Wer beispielsweise sein E-Auto nachts lädt oder andere Geräte zeitlich flexibel betreibt, könnte davon profitieren.

Eine weitere Sparmöglichkeit ist die flexible Netznutzung. Dabei erlaubt der Kunde dem Netzbetreiber, den Strombezug bei Bedarf zeitweise einzuschränken. Im Gegenzug sind günstigere Netzkonditionen vorgesehen. Geplant sind maximal zwei solcher Zeitfenster pro Tag, jeweils für bis zu zwei Stunden.

Umstellung dauert bis Mitte 2028

Die neuen Regeln werden schrittweise eingeführt. Der Start ist für Anfang 2027 vorgesehen, spätestens am 1. Juli 2028 müssen alle Netzbetreiber das neue Tarifsystem umgesetzt haben.

Die E-Control will damit das bestehende Stromnetz effizienter nutzen und teure Ausbaumaßnahmen begrenzen. Laut Berechnungen der Regulierungsbehörde könnten dadurch langfristig jährlich rund 300 Millionen Euro an Netzkosten vermieden werden.

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