Das Finanzministerium hat am Dienstag offiziell eine neue Informationskampagne zum elektronischen Beleg vorgestellt. Ziel der Initiative ist es, Unternehmen zu entlasten, den Papierverbrauch zu reduzieren und das Bewusstsein für die Bedeutung der Belegerteilung im Kampf gegen Steuerhinterziehung zu schärfen.
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Das gilt jetzt bei Kassenzetteln
Seit dem 1. Oktober können Unternehmen in Österreich ihren Kundinnen und Kunden Rechnungen verstärkt digital übermitteln. Die Übertragung erfolgt wahlweise per E-Mail, App, Download oder per QR-Code. Ein entscheidender Vorteil der neuen Regelung: Kundinnen und Kunden müssen sich für den Erhalt nicht mehr registrieren und keine persönlichen Daten preisgeben.
ÖVP-Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl verwies bei der Präsentation auf den spürbaren Nutzen für Betriebe sowie auf den Aspekt des Umweltschutzes. Schätzungen zufolge werden in Österreich täglich rund 1.500 Kilometer an Papierbelegen gedruckt. Der elektronische Beleg markiere daher einen wichtigen Schritt hin zum Ende der Zettelwirtschaft.
Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) betonte gleichzeitig, dass der Beleg – ob analog oder digital – unverzichtbar bleibe. Nur durch eine konsequente Belegerteilung sei garantiert, dass die von den Konsumenten gezahlte Mehrwertsteuer in die Finanzierung öffentlicher Aufgaben wie Schulen, Krankenhäuser oder den öffentlichen Verkehr fließt. Vier unterschiedliche Sujets der Kampagne verdeutlichen den Zusammenhang.
Schwerpunktkontrollen im gesamten Bundesgebiet
Begleitend zur Info-Kampagne führte das Amt für Betrugsbekämpfung im Oktober intensive Kontrollen durch. Bei 707 Überprüfungen an 675 Standorten deckten rund 300 Beamtinnen und Beamte insgesamt 130 Fälle mit 260 Einzeldelikten im Bereich der Registrierkassenpflicht sowie 113 Verstöße gegen die Belegerteilungspflicht auf.
Wie Christian Ackerler, Vorstand des Amts für Betrugsbekämpfung, mitteilte, war der digitale Beleg bei den Kontrollen noch wenig verbreitet. Ab dem kommenden Jahr soll die Behörde mit zusätzlichen personellen Ressourcen ausgestattet werden, um die Überprüfungen kontinuierlich fortzusetzen. Die Info-Kampagne ist vorerst auf eine Laufzeit von rund einem Monat angelegt.
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