Überlebt Hinrichtung
Nach zwei Todesspritzen: Satanistin Christa Pike kann wieder gehen
Nach Angaben ihres Anwalts Stephen Ferrell hat sich der Zustand der 50-Jährigen deutlich verändert. Kollegen hätten mit Pike gesprochen und berichtet, dass sie inzwischen wieder durch ihr Zimmer laufen könne.
Ganz überstanden ist die kritische Phase allerdings nicht. Laut Ferrell wirkt Pike weiterhin benommen und verliert gelegentlich die Orientierung. Ob bleibende Schäden zurückbleiben, ist derzeit noch unklar.
"Wo bin ich?" – "Wer sind Sie?"
Noch vor wenigen Tagen war völlig ungewiss, ob Pike überhaupt wieder zu Bewusstsein kommen würde. Nach der gescheiterten Hinrichtung lag sie im Krankenhaus und wurde künstlich beatmet. Ihre Anwälte befürchteten zeitweise sogar, dass sie hirntot sein könnte.
Auch interessant
Dann geschah das Unerwartete: Pike wachte auf und begann wieder zu sprechen.
Ihre ersten Worte sollen laut ihrem Anwalt "Wo bin ich?" und "Wer sind Sie?" gewesen sein.
Sie überlebte zwei tödliche Injektionen
Pike sollte am 30. September im US-Bundesstaat Tennessee durch eine Giftspritze hingerichtet werden. Ihr wurden dabei zwei Dosen Pentobarbital verabreicht.
Doch die Hinrichtung scheiterte. Nach Angaben ihrer Anwälte gab es offenbar erhebliche Probleme beim Legen eines funktionierenden Venenzugangs. Ein Teil des Medikaments könnte dadurch ins umliegende Gewebe gelangt sein, anstatt direkt in die Blutbahn. Pike überlebte.
Nach Angaben des Death Penalty Information Center ist sie der erste bekannte Mensch, der eine Hinrichtung durch eine tödliche Injektion überlebt hat.
Wegen Mordes zum Tod verurteilt
Pike wurde Mitte der 1990er-Jahre wegen des Mordes an ihrer 19-jährigen Mitschülerin Colleen Slemmer zum Tode verurteilt. Zum Zeitpunkt der Tat war Pike 18 Jahre alt.
Nach der gescheiterten Hinrichtung ist derzeit offen, wie es für die 50-Jährige weitergeht. Auch ob Tennessee einen neuen Hinrichtungsversuch ansetzen wird, ist bislang nicht geklärt.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden