Die Liverpool-Niederlage ist abgehakt, zumindest auf dem Spielplan. Für den LASK geht es nach dem 3:6 in der Champions League Schlag auf Schlag weiter. Schon am Samstag wartet in der Bundesliga Austria Lustenau, am kommenden Mittwoch geht es zu Sporting Lissabon. Nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg und nur einem Punkt in dieser Phase steht Trainer Dietmar Kühbauer vor der Aufgabe, die Negativserie zu stoppen, ohne dass seine Mannschaft das Selbstvertrauen verliert.
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Kühbauer warnt vor Selbstzweifeln
"Es ist sehr, sehr wichtig, dass wir im Trainerteam die nötige Ruhe bewahren", erklärte der 55-Jährige nach dem Liverpool-Spiel. Seine Botschaft an die Mannschaft fiel ebenso deutlich aus: "Kein Spieler darf jetzt aufgrund dessen an sich zweifeln."
Dabei lieferte das 3:6 reichlich Stoff für die Analyse. In der ersten Halbzeit waren die Linzer gegen Liverpools Offensive überfordert. "Wir haben sie ein bisschen zu sehr respektiert", räumte Robert Ljubicic ein.
Erst nach der Pause fand der LASK besser ins Spiel. Ljubicic traf zum 1:4 (63.), Florian Flecker verkürzte mit einem Doppelpack (74., 77.). Liverpool-Trainer Andoni Iraola würdigte die Reaktion: "Der LASK hat Charakter bewiesen. Es ist bemerkenswert, wie sie die zweite Hälfte gespielt haben, das ist nicht einfach."
Kühbauer sah dennoch die Grenzen seiner Mannschaft aufgezeigt. "Man hat gesehen, dass Liverpool über uns steht", sagte der Trainer.
Flecker relativiert die Negativserie
Ausgerechnet Doppeltorschütze Flecker wollte von einem versöhnlichen Abend nichts wissen. "Das ist mir ziemlich wurscht, ich bin eher heiß, dass wir verloren haben", sagte der 30-Jährige über seine beiden Treffer.
Die jüngsten Ergebnisse sieht er allerdings differenzierter. Mit Sturm Graz, Rapid, AEK Athen und Liverpool standen mehrere starke Gegner auf dem Programm.
"Man muss schon schauen, gegen wen wir gespielt haben", betonte Flecker. "Die Serie klingt schlimmer, als sie ist."
Erst Lustenau, dann die nächste CL-Aufgabe
Das Gastspiel bei Austria Lustenau bietet dem LASK am Samstag die nächste Gelegenheit, wieder drei Punkte einzufahren. Danach wartet mit Sporting Lissabon bereits der nächste internationale Gegner.
In der Champions League stehen die Linzer nach zwei Runden noch ohne Punkt da. Nach dem 3:6 gegen Liverpool muss Kühbauer deshalb vor allem die Fehler der ersten Halbzeit aufarbeiten.
Flecker lieferte dafür bereits eine konkrete Analyse. Nach der Pause habe der LASK die Positionen gegen den Ball besser gehalten, aggressiver gespielt und Ballgewinne sauberer genutzt.
"Wir müssen aus diesen Spielen lernen. Ich hoffe, der Prozess setzt für die nächsten Spiele schnell ein", sagte Kühbauer.
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