Drohnenattacke

"Moskau brennt": Ukraine greift Russland an

epa13033002 Russian President Vladimir Putin attends a meeting with participants in Russia's military operation in Ukraine as part of the Russia Day celebrations at the Kremlin in Moscow, Russia, 12 June 2026. Russia Day is a national holiday of the Russian Federation, celebrated annually on June 12. It commemorates the adoption of the Declaration of State Sovereignty in 1990. EPA/VYACHESLAV PROKOFYEV/SPUTNIK/KREMLIN / POOL MANDATORY CREDIT
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Nach einem massiven Drohnenangriff steht die Moskauer Ölraffinerie erneut in Flammen. Der großangelegte ukrainische Angriff verschärft die Treibstoffkrise im Land drastisch.
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Am Donnerstagmorgen geriet die Moskauer Ölraffinerie im südöstlichen Stadtteil Kapotnja bereits zum zweiten Mal in dieser Woche in Brand.

epa13032995 Russian President Vladimir Putin holds a meeting with participants in Russia's military operation in Ukraine as part of the Russia Day celebrations at the Kremlin in Moscow, Russia, 12 June 2026. Russia Day is a national holiday of the Russian Federation, celebrated annually on June 12. It commemorates the adoption of the Declaration of State Sovereignty in 1990. EPA/VYACHESLAV PROKOFYEV/SPUTNIK/KREMLIN / POOL MANDATORY CREDIT
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Über dem betroffenen Areal waren dichte Rauchschwaden und Flammen weithin sichtbar. Ein entsetzter Bewohner filmte die dramatischen Szenen mit seinem Handy und sagte: "Ganz Moskau brennt". Der Augenzeuge fügte hinzu: "Ich hab die Schnauze voll von dieser militärischen Spezialoperationen. Ich hau ab!"

Drohnenangriff sorgt für Chaos

Laut Bürgermeister Sergej Sobjanin versuchte die Luftabwehr unter Hochdruck, die Attacke abzuwehren. Rund 180 Drohnen, die auf die russische Hauptstadt zusteuerten, seien abgeschossen worden. Dennoch erreichten mehrere Flugkörper die Raffinerie, und ein Einkaufszentrum wurde beschädigt. Wie AFP berichtet, kam es in der Folge zu starken Verkehrsbehinderungen auf dem Moskauer Ring, wobei sich die Nachrichtenagentur RIA auf Angaben des Innenministeriums berief. Nach einem ersten Angriff am Dienstag war der Betrieb der Moskauer Ölraffinerie bereits unterbrochen, was die Treibstoffkrise verschärfte.

Flughafen stoppt den Betrieb

Auch im Moskauer Umland hinterließen die Angriffe Schäden an einer Hochhaus-Wohnanlage, einem Industriebetrieb und mehreren Privathäusern. Der Flughafen Scheremetjewo, der größte Airport der Stadt, musste den Betrieb vorübergehend einstellen und Passagiere evakuieren. Russische Stellen gaben an, in der Nacht regionenübergreifend insgesamt 555 ukrainische Drohnen abgewehrt zu haben. Diese Zahlen ließen sich bisher nicht unabhängig bestätigen. Zeitgleich wurde die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut Ziel eines russischen Raketenangriffs, woraufhin Bewohner Schutz suchen mussten.

EVIAN-LES-BAINS, FRANCE - JUNE 16: Ukrainian President Volodymyr Zelensky during a meeting with British Prime Minister Keir Starmer on the sidelines of the G7 summit on June 16, 2026 in Evian-les-Bains, France. Leaders from the Group of 7 (G7) countries convened in Evian, France, near the Swiss border, for their annual summit to discuss challenges to peace and security for Ukraine and Europe, the situation in the Middle East, and other geopolitical issues. (Photo by Isabel Infantes - Pool/Getty Images)
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Drohnenangriff fordert mehrere Opfer

Die Angriffe forderten mehrere Menschenleben. In der nordostukrainischen Stadt Sumy starb eine Person bei einem Drohnenangriff. Auch in Enerhodar, dem Wohnort vieler Mitarbeiter des russisch kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja, wurde laut dem dortigen Bürgermeister ein Mensch getötet. Im russischen Grenzgebiet Belgorod starb ein Mann in seinem Auto durch eine ukrainische Drohne, während im südrussischen Gebiet Rostow ein weiteres Todesopfer zu beklagen war und zwei Gewerbegebäude in Brand gerieten. Russland warf der Ukraine zudem vor, einen Bus mit belarussischen Kindern attackiert zu haben, was Kiew als falsch zurückwies. Beide Kriegsparteien bestreiten weiterhin, gezielt Zivilisten anzugreifen.

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