Aktion

Mit dem Campingzelt gegen den Miet-Wahnsinn

Demonstranten protestieren in Lissabon für bezahlbaren Wohnraum mit Zelten und Schildern.
© IMAGO/ZUMA Press Wire
Wut-Camp mitten in Lissabon und Porto gegen die hohen Mieten.
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Hunderte Menschen haben am Wochenende laut Agenturen zentrale Plätze in den beiden Metropolen besetzt und eine riesige Zeltstadt errichtet.

Forderungskatalog präsentiert

Grund für die Aktionen: die explodierenden Mieten und Lebenshaltungskosten, die das Leben in Portugal aus Sicht der Demonstranten unbezahlbar machen. Damit setzt man ein ähnliches Zeichen wie in Spanien, wo bereits Zeltstädte entstanden sind.

Die Polizei, die ein solches Protestcamp erst in der Nacht zu Donnerstag in Porto gewaltsam geräumt hatte, schritt zunächst nicht erneut ein. Auf Flugblättern forderten die Protestierenden eine Aufhebung des Mietreformgesetzes.

In den letzten zehn Jahren haben sich die Mieten in Portugal verdreifacht. Das soll aber auch daran liegen, dass es rund 300.000 Wohnungen zu wenig gibt. Gleichzeitig sind die Reallöhne um nur 16 Prozent gestiegen. Die Demonstranten forderten auch: Kauf von Immobilien durch Immo-Fonds muss verboten werden, eine Mietobergrenze muss es geben und der öffentliche Wohnungsbau muss angekurbelt werden.

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