"Selbst, wenn ..."

Michael Schumacher: Wegbegleiter spricht über seinen Gesundheitszustand

Ein Rennfahrer im roten Ferrari-Overall sitzt nachdenklich vor rotem Hintergrund.
© Getty Images
TV-Moderator Florian König hat im Podcast "Phrasenmäher" über seine Verbindung zur Familie von Formel-1-Legende Michael Schumacher gesprochen.
OE24 auf Google bevorzugen

Im Gespräch ging der langjährige Formel-1-Experte nicht nur auf seinen beruflichen Werdegang ein, sondern thematisierte auch den Umgang mit Informationen zum Gesundheitszustand des Rekord-Weltmeisters. König stellte dabei klar, warum er selbst bei vertraulichen Einblicken aus dem Umfeld der Familie keine Details nach außen dringen lässt. Den Wunsch von Corinna Schumacher, keine weiteren Informationen über den Zustand ihres Mannes öffentlich zu machen, habe er stets respektiert.

"Die Familie Schumacher hat sehr früh klargemacht, dass keine weiteren Informationen nach draußen kommen sollen. Diesen Wunsch, vor allem von Corinna, habe ich immer respektiert. Und das tue ich auch heute noch", so König.

Respekt vor der Privatsphäre

Der 59-Jährige betonte, dass er auch bei vertraulichen Informationen dichtschaue. Selbst bei Mick oder Ralf Schumacher erkundige er sich nicht nach dem Gesundheitszustand der Formel-1-Ikone.

"Selbst wenn ich etwas erfahre, behalte ich es für mich", betont der 59-Jährige.

Dass Millionen Fans Anteil am Schicksal des siebenfachen Weltmeisters nehmen und mehr erfahren möchten, könne er zwar verstehen. Die Entscheidung über mögliche Einblicke liege jedoch allein bei den Angehörigen.

"Darüber entscheidet nicht nur das Interesse der Menschen, sondern eine Familie. Menschen, die davon ganz unmittelbar persönlich betroffen sind. Die haben ihre Entscheidung getroffen. Und ich finde das völlig okay. Damit müssen wir alle klarkommen", sagt König.

Formel-1-Fahrer im roten Ferrari-Overall sitzt nachdenklich in der Boxengasse, Helm steht daneben.
© Getty Images

Erinnerung an historischen Moment

Neben dem Umgang mit der Privatsphäre sprach der Moderator im Podcast auch über eine besondere Begegnung mit dem Rekord-Weltmeister.

"Wir waren bei Testfahrten in Estoril, als Michael zu Ferrari ging. Er durfte noch nicht den roten Overall anziehen, weil er noch bei Benetton unter Vertrag war. Nach dem dritten oder vierten Testtag durfte er ihn dann anziehenl Wir haben Michael gefragt, ob wir mit der Kamera dabei sein dürfen, wenn er zum ersten Mal den roten Overall anzieht", erzählt er.

Diese Szene ist dem TV-Journalisten bis heute in besonderer Erinnerung geblieben.

"Da waren nur unser Kameramann Olli, der Kameraassistent, ich und Michael in diesem Bus. Da wäre ich gerne noch mal dabei, weil ich damals noch so grün hinter den Ohren war und das nicht richtig abgespeichert habe. In der Rückschau empfinde ich das als historischen und schönen Moment", so König weiter.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden