Erdbeben-Drama in Japan: Sogar im kilometerweiten Osaka gerieten Menschen in Panik. Ein Bewohner stürzte während der Erschütterungen aus dem zweiten Stock einer Wohnung und musste sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Mindestens 16 Verletzte
In Japan sind bei einem Erdbeben der Stärke 5,7 dutzende Menschen verletzt worden. Das Beben erschütterte nach Angaben der japanischen Meteorologiebehörde am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) die Präfektur Shizuoka westlich der Hauptstadt Tokio. Wie die Lokalzeitung "Chunichi Shimbun" und der Sender Tokai Television berichteten, wurden in den zentraljapanischen Präfekturen Shizuoka und Aichi mindestens 24 Menschen verletzt.
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In Aichi meldeten die Behörden zunächst 16 Verletzte. In der benachbarten Präfektur Shizuoka behandelten Rettungskräfte mindestens drei Menschen, darunter eine über 90 Jahre alte Frau, die während der Erschütterungen aus dem Bett gefallen war.
Bahnverkehr in Turbulenzen
In der Stadt Toyohashi gingen bei dem Erdstoß die Schaufenster eines Autohauses zu Bruch. In einer großen Buchhandlung in Toyota fielen Bücher aus den Regalen. Das Beben brachte auch den Bahnverkehr durcheinander, es gab Verspätungen und Ausfälle. Neben dem Regionalverkehr waren auch die Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge betroffen.
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Auch in der westjapanischen Millionenstadt Osaka waren die Erschütterungen zu spüren. Wie lokale Medien berichteten, wurde dort ein Mensch ins Krankenhaus gebracht, der während der Erschütterungen aus einer Wohnung im zweiten Stock gestürzt war.
Ein weiteres Beben der Stärke 4,3 erschütterte Sonntag um 10.53 Uhr Ortszeit die Präfektur Kumamoto im Südwesten Japans, wie die Meteorologiebehörde mitteilte. Berichte über größere Schäden oder Verletzte gab es dort aber nicht. In Kumamoto hatte sich im Juli ein schweres Beben der Stärke 7,1 ereignet. 38 Menschen kamen dabei ums Leben, mehrere Häuser stürzten ein.
Regelmäßige tektonische Bewegungen
Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Im März 2011 wurde die japanische Ostküste von einem Beben der Stärke 9,0 und einem Tsunami getroffen, 18.500 Menschen kamen ums Leben. Der Tsunami zerstörte auch das Atomkraftwerk Fukushima. Es war das schwerste Atomunglück seit dem GAU in Tschernobyl 1986.
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