Sensor-Kappen
Leitpflöcke werden smart
Auf mehreren niederösterreichischen Straßen läuft seit Jahresbeginn ein spannender Test: Statt der herkömmlichen schwarzen Kappe sitzt auf ausgewählten Leitpflöcken jetzt eine High-Tech-Kappe mit eingebauter Messtechnik. Entwickelt hat das System „Road Eye" der Unternehmer Christoph Pasching. Die Kappe liefert Echtzeitdaten zu Niederschlag, Fahrbahntemperatur, Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit. Zusätzlich erfassen Sensoren Bewegungen und Erschütterungen, eine integrierte Kamera überträgt Bilder zur Straßenbeschaffenheit.
Deutlich günstiger als bisher
Für Straßenmeistereien sind solche Daten speziell im Winter Gold wert, um den Fahrbahnzustand einzuschätzen und den Winterdienst gezielt einzusetzen. Bisher liefern dafür Kameras auf Straßenmasten und in die Fahrbahn eingebaute Messstationen die Werte – Anlagen, die laut Land Niederösterreich zwischen 15.000 und 20.000 Euro kosten. Eine „Road Eye"-Messstelle schlägt hingegen mit rund 350 Euro zu Buche, hinzu kommen nur laufende Kosten für die Datenübertragung.
Vergleich läuft, Ausgang offen
Seit Anfang 2026 wird geprüft, wie präzise die neuen Sensorkappen tatsächlich messen. Die Werte werden laufend mit jenen der etablierten Messsysteme verglichen. Wie lange die Testphase noch dauert, ist offen – erst wenn vergleichbare Ergebnisse vorliegen, entscheidet sich, ob das System breiter zum Einsatz kommt. Pasching selbst blickt schon weiter: Er hofft auf internationales Interesse und sieht Potenzial, die Daten künftig auch in Wetter-Apps oder Navigationssystemen zu nutzen.
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